{"id":58367,"date":"2026-09-17T05:33:35","date_gmt":"2026-09-17T03:33:35","guid":{"rendered":"https:\/\/truescreen.io\/artikel\/identitaetsdiebstahl-was-tun-mahnung-inkasso-schufa\/"},"modified":"2026-09-17T05:35:09","modified_gmt":"2026-09-17T03:35:09","slug":"identitaetsdiebstahl-was-tun-mahnung-inkasso-schufa","status":"publish","type":"artikel","link":"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/identitaetsdiebstahl-was-tun-mahnung-inkasso-schufa\/","title":{"rendered":"Identit\u00e4tsdiebstahl: was tun, wenn auf Ihren Namen Konten er\u00f6ffnet und Waren bestellt wurden"},"content":{"rendered":"<div class=\"tsa-hero\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<h1>Identit\u00e4tsdiebstahl: was tun, wenn auf Ihren Namen Konten er\u00f6ffnet und Waren bestellt wurden<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-body\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<p class=\"ts-content-date\" style=\"font-size:14px;color:#52525b;margin:0 0 20px;\">Ver\u00f6ffentlicht am 17. September 2026<\/p>\n<p>Identit\u00e4tsdiebstahl liegt vor, wenn jemand mit Ihren Personalien, Ausweisdaten oder Zugangsdaten Vertr\u00e4ge schlie\u00dft, Konten er\u00f6ffnet oder Waren bestellt, ohne dass Sie davon wissen. Wie arbeitsteilig das inzwischen abl\u00e4uft, zeigt ein Fall aus \u00d6sterreich: Am 11. September 2026 gab das <a href=\"https:\/\/polizeiticker.at\/artikel\/wien-zwoelf-festnahmen-nach-betrug-mit-falschen-identitaeten-288626\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Landeskriminalamt Wien<\/a> zw\u00f6lf Festnahmen bekannt. Eine Gruppe hatte mit gef\u00e4lschten \u00f6sterreichischen Personalausweisen \u00fcber 200 Bankkonten er\u00f6ffnet, bei Mobilfunkanbietern Smartphones und andere hochpreisige Waren bestellt, teils auf Kredit, und die Pakete an \u201etote\u201c Adressen oder an Abholstationen ohne Video\u00fcberwachung liefern lassen. Pro falscher Identit\u00e4t und Bestellung entstand ein Schaden von 3.000 bis 4.000 Euro, insgesamt mehrere hunderttausend Euro. Die Rechnungen, Mahnungen und Inkassoschreiben erreichten Menschen, die nie etwas bestellt hatten. Die Suche nach \u201eIdentit\u00e4tsdiebstahl was tun\u201c beginnt f\u00fcr die meisten Betroffenen deshalb erst mit dem ersten Mahnschreiben, also zu einem Zeitpunkt, an dem die T\u00e4ter l\u00e4ngst weitergezogen sind.<\/p>\n<p>Genau darin liegt die T\u00fccke: Betroffene erfahren vom Identit\u00e4tsmissbrauch nicht durch eine Warnung, sondern durch eine Mahnung, ein Inkassoschreiben oder einen negativen SCHUFA-Eintrag. Ab diesem Moment m\u00fcssen sie etwas belegen, das Juristen als Negativbeweis bezeichnen: dass sie nie einen Vertrag geschlossen, nie ein Konto er\u00f6ffnet und nie eine Ware erhalten haben. Formal tr\u00e4gt der Gl\u00e4ubiger die Beweislast f\u00fcr den Vertragsschluss, in der Praxis entscheidet aber, wer den Ablauf l\u00fcckenlos dokumentieren kann.<\/p>\n<p>Drei Dinge sollten Sie deshalb sofort tun: Strafanzeige erstatten, jeder Forderung schriftlich widersprechen und bei den Auskunfteien einen Schutzvermerk beantragen. Noch bevor Sie den ersten Brief verschicken, sichern Sie die Beweise an der Quelle, so dass ihre Integrit\u00e4t und Authentizit\u00e4t sp\u00e4ter nachweisbar sind.<\/p>\n<h2>Woran Sie Identit\u00e4tsdiebstahl erkennen: Mahnung, Inkassoschreiben, Schufa-Eintrag<\/h2>\n<p>Identit\u00e4tsdiebstahl erkennen Sie in den meisten F\u00e4llen an Post, die nicht zu Ihrem Leben passt: Rechnungen f\u00fcr Waren, die Sie nie bestellt haben, Mahnungen unbekannter H\u00e4ndler, Inkassoschreiben, Willkommensbriefe von Banken oder Mobilfunkanbietern, eine abgelehnte Kreditanfrage oder ein SCHUFA-Eintrag, den Sie sich nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Wie merkt man Identit\u00e4tsdiebstahl? Meist an genau diesen Signalen, und jedes davon verdient Aufmerksamkeit, auch bei kleinen Summen.<\/p>\n<p>Wie verbreitet das Problem ist, zeigt die <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/Cybercrime-Bilanz-6-von-10-Internetnutzern-betroffen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cybercrime-Bilanz des Bitkom<\/a> vom M\u00e4rz 2025: 61 Prozent der befragten Internetnutzer waren in den zw\u00f6lf Monaten davor von Cyberkriminalit\u00e4t betroffen, 36 Prozent wurden beim Online-Kauf betrogen, bei 9 Prozent wurden Zugangsdaten ausgesp\u00e4ht, bei 5 Prozent Konto- oder Kreditkartendaten missbraucht. Nur 26 Prozent erstatteten Strafanzeige. Das <a href=\"https:\/\/www.bka.de\/DE\/Presse\/Listenseite_Pressemitteilungen\/2025\/Presse2025\/250603_PM_BLB_Cybercrime.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeskriminalamt<\/a> z\u00e4hlte f\u00fcr 2024 zudem 131.391 Cybercrime-Inlandstaten und 201.877 Auslandstaten, ein neuer H\u00f6chststand.<\/p>\n<h3>Der Fall Wien: \u00fcber 200 Konten mit gef\u00e4lschten Personalausweisen<\/h3>\n<p>Der Wiener Fall zeigt, wie organisiert Identit\u00e4tsbetrug inzwischen betrieben wird. Nach Angaben des Landeskriminalamts Wien, Au\u00dfenstelle S\u00fcd, gingen die ersten Anzeigen im November 2024 ein; der Hauptzugriff erfolgte am 25. August 2025, rund 30 Beschuldigte wurden identifiziert. Die T\u00e4ter beschafften sich gef\u00e4lschte Personalausweise mit den Daten realer Personen, er\u00f6ffneten damit bis zum Sommer 2025 \u00fcber 200 Bankkonten und bestellten dar\u00fcber Smartphones, h\u00e4ufig auf Kredit. Die Ware wurde weiterverkauft, die Raten blieben unbezahlt, und die Forderungen erreichten die Namenstr\u00e4ger oft erst Monate sp\u00e4ter.<\/p>\n<h3>Typische Muster: Kontoer\u00f6ffnung, Warenkreditbetrug, Bestellungen an fremde Adressen<\/h3>\n<p>Drei Muster tauchen bei Identit\u00e4tsklau immer wieder auf. Das erste ist die Kontoer\u00f6ffnung auf fremden Namen, die als Drehscheibe f\u00fcr weitere Betrugsgesch\u00e4fte dient und dem Opfer erst auff\u00e4llt, wenn die Bank Geb\u00fchren einfordert. Das zweite ist der Warenkreditbetrug, in der Polizeistatistik auch als Warenbetrug gef\u00fchrt: Ware wird auf Rechnung oder Ratenkauf bestellt, der H\u00e4ndler liefert im Vertrauen auf die Bonit\u00e4t des Namens, und die Forderung geht an den echten Namenstr\u00e4ger. Das dritte ist die Lieferung an fremde Adressen, ob Packstation, leerstehende Wohnung oder ahnungsloser Nachbar. Den T\u00e4tern gen\u00fcgen daf\u00fcr Name, Geburtsdatum, Anschrift und manchmal eine Ausweiskopie aus einem Datenleck, einer Phishing-Mail oder dem Darknet; in \u00d6sterreich spricht man dabei schlicht von Datenklau.<\/p>\n<h2>Identit\u00e4tsdiebstahl: was tun in den ersten 72 Stunden<\/h2>\n<p>Die Frage \u201eIdentit\u00e4tsdiebstahl, was tun?\u201c hat in den ersten Tagen eine klare Antwort, weil Fristen laufen und weil sich jede Forderung, der Sie nicht widersprechen, verfestigt. Die Schritte gelten f\u00fcr jedes dieser Schreiben. Halten Sie die Reihenfolge ein: erst sichern, dann sperren, dann melden, dann widersprechen.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Beweise an der Quelle sichern.<\/strong> Jedes Schreiben, jede E-Mail und jeden Kontoauszug im vorliegenden Zustand und mit belastbarem Zeitpunkt erfassen, bevor Sie irgendetwas verschicken.<\/li>\n<li><strong>Karten und Online-Banking sperren.<\/strong> Der Sperrnotruf 116 116 sperrt Bank- und Kreditkarten sowie die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises.<\/li>\n<li><strong>Passw\u00f6rter \u00e4ndern.<\/strong> Zuerst das E-Mail-Postfach, dann Online-Banking, Shops und alle Accounts mit derselben Adresse.<\/li>\n<li><strong>Strafanzeige erstatten.<\/strong> Bei der Polizei oder \u00fcber die Onlinewache; das Aktenzeichen brauchen Sie f\u00fcr alle weiteren Schritte.<\/li>\n<li><strong>Forderungen schriftlich widersprechen.<\/strong> H\u00e4ndler, Bank und Inkassounternehmen getrennt, jeweils mit Kopie der Strafanzeige.<\/li>\n<li><strong>Identit\u00e4tsdiebstahl melden.<\/strong> Bei der SCHUFA und weiteren Auskunfteien, mit Antrag auf Schutzvermerk und Datenkopie.<\/li>\n<li><strong>Betroffene Unternehmen informieren.<\/strong> Bank, Mobilfunkanbieter und H\u00e4ndler sollen Vertr\u00e4ge auf Ihren Namen sperren und die Bestelldaten herausgeben.<\/li>\n<li><strong>Chronologie f\u00fchren.<\/strong> Eingangsdatum, Absender und Ihre Reaktion zu jedem Schreiben.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Anzeige erstatten: Polizei, Onlinewache, Strafnormen<\/h3>\n<p>Wer sich fragt, was bei Identit\u00e4tsdiebstahl zu tun ist, beginnt mit der Strafanzeige: Sie ist keine Formalit\u00e4t, sondern Ihr wichtigstes Dokument gegen\u00fcber H\u00e4ndlern, Inkassounternehmen und Auskunfteien. Sie erstatten sie bei jeder Polizeidienststelle oder \u00fcber die Onlinewache Ihres Bundeslandes, in \u00d6sterreich bei jeder Polizeiinspektion. Welche Strafe bei Identit\u00e4tsdiebstahl droht, richtet sich in Deutschland nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__263.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 263 StGB<\/a> f\u00fcr Betrug, <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__267.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 267 StGB<\/a> f\u00fcr Urkundenf\u00e4lschung und <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__269.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 269 StGB<\/a> f\u00fcr die F\u00e4lschung beweiserheblicher Daten, etwa bei Online-Formularen unter fremdem Namen; in \u00d6sterreich greifen <a href=\"https:\/\/www.jusline.at\/gesetz\/stgb\/paragraf\/146\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 146 StGB<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.jusline.at\/gesetz\/stgb\/paragraf\/223\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 223 StGB<\/a>. Die Strafe trifft den T\u00e4ter; f\u00fcr Sie z\u00e4hlt das Aktenzeichen, das jede weitere Stelle verlangen wird.<\/p>\n<h3>Forderungen widersprechen: H\u00e4ndler, Bank, Inkasso, Mahnbescheid<\/h3>\n<p>Zahlen Sie nicht, auch nicht \u201ezur Sicherheit\u201c einen Teilbetrag, denn eine Zahlung kann als Anerkenntnis gewertet werden. Die <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/wissen\/digitale-welt\/onlinedienste\/was-tun-wenn-kriminelle-in-ihrem-namen-einkaufen-75174\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verbraucherzentrale<\/a> r\u00e4t, jede Forderung zu pr\u00fcfen, schriftlich zu widersprechen und die Kopie der Strafanzeige beizulegen; danach m\u00fcssen \u201eInkassounternehmen jetzt den Beweis liefern, dass Sie den Vertrag wirklich abgeschlossen haben\u201c. Widersprechen Sie H\u00e4ndler, Bank und Inkassounternehmen getrennt, auf einem Weg, dessen Zugang Sie belegen k\u00f6nnen. Besondere Vorsicht gilt beim gerichtlichen Mahnbescheid: Gegen ihn m\u00fcssen Sie binnen zwei Wochen ab Zustellung Widerspruch beim Mahngericht einlegen, sonst droht ein Vollstreckungstitel. Sperrnotruf 116 116 und neue Passw\u00f6rter geh\u00f6ren in dieselben Stunden.<\/p>\n<h3>Auskunfteien: Auskunft nach Art. 15 DSGVO, L\u00f6schung nach Art. 17 DSGVO, Schufa-Schutzvermerk<\/h3>\n<p>Bei der SCHUFA und anderen Auskunfteien setzen Sie an drei Stellen an. Zun\u00e4chst fordern Sie die kostenlose Datenkopie nach <a href=\"https:\/\/dsgvo-gesetz.de\/art-15-dsgvo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Art. 15 DSGVO<\/a> an: Sie zeigt, welche Konten, Vertr\u00e4ge und Anfragen auf Ihren Namen gespeichert sind, und deckt h\u00e4ufig weitere F\u00e4lle auf. Anschlie\u00dfend melden Sie den Identit\u00e4tsbetrug \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.schufa.de\/kontakt\/einmeldung-identitaetsbetrug\/index.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Formular der SCHUFA<\/a> mit Ausweiskopie und Kopie der Strafanzeige; Ihr Datensatz erh\u00e4lt dann den Hinweis \u201eVerdacht auf Identit\u00e4tsbetrug\u201c, einen Schutzvermerk, der f\u00fcr Vertragspartner sichtbar ist und weitere Abschl\u00fcsse erschwert. Sobald der Gl\u00e4ubiger die Forderung zur\u00fcckgezogen hat, beantragen Sie die L\u00f6schung der unberechtigten Eintr\u00e4ge nach <a href=\"https:\/\/dsgvo-gesetz.de\/art-17-dsgvo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Art. 17 DSGVO<\/a>; gegen\u00fcber \u00f6sterreichischen Auskunfteien gilt dasselbe Vorgehen.<\/p>\n<div style=\"overflow-x: auto; margin: 24px 0; border-radius: 8px; border: 1px solid #e8e6f0;\">\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; line-height: 1.5; min-width: 600px;\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Schreiben erhalten<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Frist<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Wem widersprechen<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Was Sie beweisen m\u00fcssen<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Rechnung oder Mahnung eines H\u00e4ndlers<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Umgehend, vor Ablauf der Zahlungsfrist<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">H\u00e4ndler, schriftlich, mit Kopie der Strafanzeige<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Dass Sie weder bestellt noch Ware erhalten haben<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Inkassoschreiben<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Innerhalb der genannten Frist, meist zwei Wochen<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Inkassounternehmen und urspr\u00fcnglicher Gl\u00e4ubiger<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Dass kein Vertrag mit Ihnen besteht; den Vertragsschluss muss das Inkassounternehmen belegen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Gerichtlicher Mahnbescheid<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zwei Wochen ab Zustellung<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Mahngericht, mit dem beiliegenden Widerspruchsformular<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zun\u00e4chst nichts: Der Widerspruch stoppt das Verfahren, danach muss der Antragsteller klagen<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Schreiben einer Bank \u00fcber ein neues Konto oder einen Kredit<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Umgehend<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Betrugsabteilung der Bank und Auskunftei<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Dass Sie das Konto nicht er\u00f6ffnet haben; Ausweiskopie und Strafanzeige beilegen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">SCHUFA-Eintrag oder abgelehnte Kreditanfrage<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Umgehend<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">SCHUFA, mit Meldung des Identit\u00e4tsbetrugs und L\u00f6schungsantrag nach Art. 17 DSGVO<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Dass der Eintrag auf Betrug beruht; Strafanzeige und Widerspruch beim Gl\u00e4ubiger belegen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<h2>Der Negativbeweis: warum einfache Screenshots nicht ausreichen<\/h2>\n<p>Der Negativbeweis ist der Nachweis, dass etwas nicht stattgefunden hat: kein Vertragsschluss, keine Lieferung, keine Kenntnis. Formal liegt die Beweislast f\u00fcr einen Vertrag beim Anspruchsteller, also beim H\u00e4ndler, bei der Bank oder beim Inkassounternehmen. In der Praxis werden Betroffene dennoch zu Gegenbeweisen aufgefordert, und im Zivilprozess gilt nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/zpo\/__286.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 286 ZPO<\/a> die freie Beweisw\u00fcrdigung: Das Gericht entscheidet nach eigener \u00dcberzeugung, welchen Wert ein Beweismittel hat. Ein einfacher Screenshot oder eine ausgedruckte E-Mail ist dabei nur ein Augenscheinsobjekt nach \u00a7 371 ZPO, das die Gegenseite mit dem Hinweis angreifen kann, es sei nachtr\u00e4glich ver\u00e4ndert worden. Den gesetzlichen Anschein der Echtheit nach <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/371a-zpo-beweiskraft-elektronischer-dokumente\/\">\u00a7 371a ZPO<\/a> genie\u00dfen nur elektronische Dokumente, die mit einer qualifizierten elektronischen Signatur (QES) versehen sind. Alles andere bezieht seinen Beweiswert aus der Art der Sicherung: Wer hat erfasst, wann, mit welchem Ger\u00e4t, und ist der Inhalt seither unver\u00e4ndert?<\/p>\n<h3>Was Sie beweisen m\u00fcssen: kein Vertrag, keine Ware, keine Kenntnis<\/h3>\n<p>Drei Tatsachen tragen Ihre Verteidigung. Dass kein Vertrag zustande kam, belegen Sie \u00fcber Widerspruch, Strafanzeige und die Anfrage beim H\u00e4ndler nach den Bestelldaten: IP-Adresse, E-Mail-Adresse, Lieferadresse, Zahlungsweg. Weichen diese Daten von Ihren ab, spricht das gegen einen Vertrag mit Ihnen. Dass Sie keine Ware erhalten haben, ergibt sich aus Lieferadresse und Zustellnachweis des Paketdienstes. Dass Sie keine Kenntnis hatten, zeigt die Chronologie mit belastbaren Zeitangaben: wann das erste Schreiben kam, wann Sie reagiert und Anzeige erstattet haben, so dokumentiert, dass niemand Ihnen nachtr\u00e4gliche \u00c4nderungen vorwerfen kann.<\/p>\n<h3>Beweiswert von E-Mails und Screenshots vor Gericht<\/h3>\n<p>Eine E-Mail beweist ihren Inhalt nur so gut, wie ihre Herkunft und Unversehrtheit belegt sind. Kopfzeilen lassen sich bearbeiten, Anh\u00e4nge austauschen, Datumsangaben \u00e4ndern, und ein Gericht wertet eine einfache E-Mail entsprechend vorsichtig. F\u00fcr Screenshots gilt dasselbe: Sie zeigen, was ein Bildschirm in einem Moment darstellte, aber nicht, ob die Datei danach ver\u00e4ndert wurde. Wann Gerichte solche Beweise anerkennen, zeigen die Beitr\u00e4ge zur <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/rechtswert-e-mail-beweiskraft-gericht\/\">Beweiskraft von E-Mails<\/a> und zum <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/screenshot-beweismittel-gericht-rechtssicher\/\">Screenshot als Beweismittel vor Gericht<\/a>. Inkassoschreiben, Bestellbest\u00e4tigung und L\u00f6schungsbest\u00e4tigung brauchen deshalb einen Nachweis, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt genau so vorlagen. Ein qualifizierter Zeitstempel nach <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32014R0910\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Art. 41 der eIDAS-Verordnung<\/a> begr\u00fcndet die Vermutung, dass Datum, Uhrzeit und Unversehrtheit der Daten zutreffen; genau diese Vermutung fehlt dem einfachen Screenshot.<\/p>\n<div class=\"ts-feature-banner\" style=\"margin: 40px 0; padding: 0; background-color: #f8f7fd; border-radius: 12px; display: flex; overflow: hidden; border: 1px solid rgba(0,0,0,0.06);\">\n<div style=\"width: 160px; min-height: 140px; flex-shrink: 0; overflow: hidden;\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/truescreen.io\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Mobile-Header.png\" alt=\"TrueScreen\" style=\"width: 100%; height: 100%; object-fit: cover;\" \/>\n  <\/div>\n<div style=\"padding: 20px 24px; flex: 1; display: flex; flex-direction: column; justify-content: center;\">\n<p style=\"font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 12px; font-weight: 600; color: #7c6bc4; text-transform: uppercase; letter-spacing: 0.5px; margin: 0 0 6px 0;\">TrueScreen<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Raleway', sans-serif; font-size: 17px; font-weight: 700; color: #1a1a2e; margin: 0 0 6px 0; line-height: 1.3;\">TrueScreen, die Plattform f\u00fcr forensische Erfassung und Zertifizierung<\/p>\n<p style=\"font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; color: #555; margin: 0 0 12px 0; line-height: 1.4;\">Erfassen und zertifizieren Sie digitale Inhalte mit Rechtswert, direkt an der Quelle.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/\" style=\"font-family: &#039;DM Sans&#039;, sans-serif; font-size: 14px; font-weight: 600; color: #007afe; text-decoration: none; display: inline-block;\">Mehr erfahren &#8594;<\/a>\n  <\/div>\n<\/div>\n<h2>Wie sichert man Beweise bei Identit\u00e4tsmissbrauch mit Rechtswert?<\/h2>\n<p>Beweise mit Rechtswert sichern Sie, indem Sie jedes Dokument in dem Moment erfassen, in dem es vorliegt, und die Erfassung so gestalten, dass ein Dritter sp\u00e4ter Herkunft, Zeitpunkt und Unversehrtheit eigenst\u00e4ndig pr\u00fcfen kann. <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/\">TrueScreen<\/a> ist die Data Authenticity Platform, die genau diesen Ablauf abbildet: forensische Erfassung an der Quelle in einer kontrollierten Umgebung, Verifikation von Ger\u00e4t, Metadaten, Inhalt und Integrit\u00e4t, ein technischer Bericht, den jede Partei unabh\u00e4ngig nachvollziehen kann, und die Zertifizierung mit elektronischem Siegel nach Art. 35 und qualifiziertem Zeitstempel nach Art. 41 der <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32014R0910\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eIDAS-Verordnung<\/a>, deren Rechtswert in allen Mitgliedstaaten der EU anerkannt ist. Die Methodik folgt ISO\/IEC 27037 und der DSGVO. Das Ergebnis ist eine <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/digitale-beweiskette-chain-of-custody-schutz-beweise\/\">l\u00fcckenlose Beweiskette<\/a>, die Sie per TrueLink an Anwalt, Polizei oder Auskunftei weitergeben. TrueScreen erkennt keine F\u00e4lschungen, sondern sichert, was echt ist: Eine Ver\u00e4nderung w\u00e4hrend der Erfassung wird verhindert, jede sp\u00e4tere Ver\u00e4nderung wird erkennbar.<\/p>\n<h3>Mahn- und Inkassoschreiben und E-Mails zertifizieren<\/h3>\n<p>Die E-Mail-Zertifizierung sichert eine Nachricht samt Kopfzeilen und Anh\u00e4ngen zu dem Zeitpunkt, an dem sie in Ihrem Postfach liegt. Mit der <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/e-mail-zertifizierung\/\">E-Mail-Zertifizierung<\/a> von TrueScreen erhalten die E-Mails des H\u00e4ndlers, der Bank oder des Inkassounternehmens ein elektronisches Siegel und einen qualifizierten Zeitstempel; die Bestellbest\u00e4tigung, die Sie nie h\u00e4tten bekommen d\u00fcrfen, wird so zum Beleg f\u00fcr Lieferadresse und Zahlungsweg der T\u00e4ter. Papierschreiben, also Mahnungen, Inkassoforderungen und den gerichtlichen Mahnbescheid, erfassen Sie mit der <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/app\/\">App TrueScreen<\/a>: Das Foto entsteht in einer kontrollierten Umgebung und wird mit Ger\u00e4tedaten und Zeitpunkt verifiziert und zertifiziert, so dass der Beginn der Zweiwochenfrist belegt ist.<\/p>\n<h3>Webseiten und Profile der T\u00e4ter beweissicher erfassen<\/h3>\n<p>Der Forensic Browser ist ein isolierter Browser, der eine Webseite w\u00e4hrend der Navigation forensisch erfasst: Bildschirminhalt, Seiteninhalt und Zeitpunkt, in einer Umgebung, in der der Nutzer den Inhalt nicht ver\u00e4ndern kann. Betreiben die T\u00e4ter einen Shop unter Ihrem Namen, haben sie ein Profil mit Ihrem Foto angelegt oder Ihre Daten \u00fcber eine gef\u00e4lschte Login-Seite abgegriffen, sichern Sie diese Inhalte mit dem <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/forensischer-browser\/\">Forensic Browser<\/a>, bevor sie verschwinden. Die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/chrome-erweiterung-web-beglaubigung\/\">Chrome-Erweiterung<\/a> erfasst einzelne Seiten aus dem eigenen Browser heraus; wie Sie <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/phishing-geklonte-seiten-beweise-sichern\/\">Phishing-Seiten beweissicher erfassen<\/a>, beschreibt ein eigener Beitrag.<\/p>\n<h3>Eigene Korrespondenz mit Bank und Auskunftei dokumentieren<\/h3>\n<p>Die Plattform b\u00fcndelt alle zertifizierten Inhalte eines Falls an einem Ort: Schreiben der Gegenseite, Widerspr\u00fcche, SCHUFA-Meldung, Antwort der Bank. \u00dcber die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/plattform\/\">Plattform<\/a> erh\u00e4lt jedes Dokument seinen technischen Bericht und seinen Zeitstempel, und Sie geben das Paket per TrueLink an Anwalt oder Polizei weiter, ohne Dateien zu verschicken, die unterwegs ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnten. Ein Beispiel: Eine Verbraucherin erh\u00e4lt ein Inkassoschreiben \u00fcber mehrere hundert Euro f\u00fcr ein Smartphone auf Ratenkauf, geliefert an eine Packstation in einer anderen Stadt. Sie erfasst das Schreiben mit der App, zertifiziert die E-Mails des H\u00e4ndlers mit Lieferadresse und Bestellkonto und schickt dem Inkassounternehmen den TrueLink. Der H\u00e4ndler erkennt die fremde Adresse und zieht die Forderung zur\u00fcck.<\/p>\n<h2>Zwei Praxisbeispiele: eine Verbraucherin in M\u00fcnchen und ein Onlineh\u00e4ndler<\/h2>\n<p>Was bei Identit\u00e4tsdiebstahl zu tun ist, zeigt die Erfahrung Betroffener und H\u00e4ndler als dieselbe Aufgabe aus zwei Perspektiven: Das Opfer muss belegen, dass es nicht Vertragspartner war, der H\u00e4ndler muss belegen, dass er get\u00e4uscht wurde und welche Daten die T\u00e4ter benutzt haben. In beiden F\u00e4llen entscheidet die Qualit\u00e4t der Beweissicherung \u00fcber Dauer und Ausgang des Verfahrens.<\/p>\n<p>Eine Verbraucherin in M\u00fcnchen erf\u00e4hrt durch die Ablehnung eines Mobilfunkvertrags, dass ihr SCHUFA-Score eingebrochen ist. Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO zeigt ein Girokonto bei einer Direktbank und einen Ratenkredit, beide ihr unbekannt. Sie sichert Datenkopie, Ablehnungsschreiben und die Willkommensmails der Bank, die an eine fremde E-Mail-Adresse gegangen waren, mit <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/\">TrueScreen<\/a>, erstattet Anzeige und meldet den Identit\u00e4tsbetrug an die SCHUFA. Mit Schutzvermerk, Anzeige und zertifiziertem Beweispaket erreicht sie die L\u00f6schung der Eintr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Ein Elektronikh\u00e4ndler stellt fest, dass binnen drei Wochen vierzehn Bestellungen auf Rechnung mit unterschiedlichen Namen, aber gleichem Muster eingegangen sind: Neukunden, Lieferung an Packstationen, Bestellung nachts. Die Ware ist weg, und die angeschriebenen Personen widersprechen zu Recht. Der H\u00e4ndler erfasst mit TrueScreen Bestelldaten, Lieferadressen und die Kommunikation mit den Bestellern, bevor die Kundenkonten gel\u00f6scht werden, und \u00fcbergibt das Paket mit der Strafanzeige an die Polizei. Gegen\u00fcber Warenkreditversicherung und betroffenen Verbrauchern kann er belegen, dass er selbst Opfer eines Warenkreditbetrugs geworden ist.<\/p>\n<h2>Pflichten von Banken und H\u00e4ndlern: Identifizierung nach GwG<\/h2>\n<p>Wer bei Identit\u00e4tsdiebstahl haftet, h\u00e4ngt auch davon ab, wer seine Pr\u00fcfpflichten erf\u00fcllt hat. Banken und andere Verpflichtete nach dem Geldw\u00e4schegesetz m\u00fcssen ihre Kunden vor Begr\u00fcndung einer Gesch\u00e4ftsbeziehung identifizieren: Nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gwg_2017\/__11.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7\u00a7 11 bis 13 GwG<\/a> sind Name, Geburtsort, Geburtsdatum, Staatsangeh\u00f6rigkeit und Anschrift anhand eines g\u00fcltigen Ausweisdokuments zu erheben und zu \u00fcberpr\u00fcfen, vor Ort oder in einem gleichwertigen Verfahren wie der Videoidentifizierung. Ein gef\u00e4lschter Ausweis, der diese Pr\u00fcfung passiert, ist deshalb ein Versagen der Kontrolle und zugleich ein Argument f\u00fcr den Betroffenen: Er hat das Konto nicht er\u00f6ffnet, und die Bank muss belegen, wen sie identifiziert hat. Onlineh\u00e4ndler unterliegen dieser Pflicht in der Regel nicht und bleiben bei Warenkreditbetrug oft auf dem Schaden sitzen, weil die Ware weg ist und der angeschriebene Verbraucher nachweislich nicht bestellt hat. F\u00fcr sie z\u00e4hlt, Bestelldaten, Lieferadresse und Kommunikation so zu belegen, dass Strafanzeige und R\u00fcckabwicklung auf denselben Unterlagen aufbauen. Wie ein <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/anwendungsfall\/zertifiziertes-kunden-onboarding-dokumentenprufung-mit\/\">zertifiziertes Kunden-Onboarding<\/a> mit Dokumentenpr\u00fcfung dieses Risiko verringert, zeigt der Anwendungsfall.<\/p>\n<section class=\"faq faq-truescreen\" aria-labelledby=\"faq-title\">\n<h2 id=\"faq-title\">FAQ: Identit\u00e4tsdiebstahl<\/h2>\n<div class=\"faq-list\">\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Wer muss bei Identit\u00e4tsdiebstahl bezahlen?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Grunds\u00e4tzlich haftet niemand f\u00fcr einen Vertrag, den er nicht selbst geschlossen hat: Ohne Willenserkl\u00e4rung des Betroffenen kommt kein Vertrag zustande, und die Beweislast f\u00fcr den Vertragsschluss liegt beim H\u00e4ndler oder Inkassounternehmen. Die <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/wissen\/digitale-welt\/onlinedienste\/was-tun-wenn-kriminelle-in-ihrem-namen-einkaufen-75174\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verbraucherzentrale<\/a> r\u00e4t deshalb, nicht zu zahlen, schriftlich zu widersprechen und eine Kopie der Strafanzeige beizulegen. Den wirtschaftlichen Schaden tr\u00e4gt in der Praxis meist der H\u00e4ndler, der die Ware an die T\u00e4ter geliefert hat.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Was tun bei Identit\u00e4tsdiebstahl mit dem Personalausweis?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Melden Sie Verlust oder Missbrauch des Personalausweises sofort bei der Polizei und beim B\u00fcrgeramt, lassen Sie die Online-Ausweisfunktion \u00fcber den Sperrnotruf 116 116 sperren und beantragen Sie ein neues Dokument. Erstatten Sie Strafanzeige, denn ein gef\u00e4lschter oder missbrauchter Ausweis erf\u00fcllt in Deutschland den Tatbestand der Urkundenf\u00e4lschung nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__267.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 267 StGB<\/a>. Auch wenn Ihr Ausweis nie abhandenkam, k\u00f6nnen T\u00e4ter mit Ihren Daten ein gef\u00e4lschtes Dokument herstellen; dann melden Sie den Verdacht der SCHUFA, damit Ihr Datensatz einen Schutzvermerk erh\u00e4lt.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Wie stelle ich Identit\u00e4tsdiebstahl fest?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Fordern Sie bei der <a href=\"https:\/\/www.schufa.de\/newsroom\/internetbetrug\/identitaetsdiebstahl-tun\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SCHUFA<\/a> die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO an: Sie listet alle Konten, Vertr\u00e4ge und Anfragen auf, die auf Ihren Namen gespeichert sind. Pr\u00fcfen Sie au\u00dferdem Ihre Post auf Rechnungen und Mahnungen unbekannter H\u00e4ndler, Ihre Kontoausz\u00fcge auf fremde Abbuchungen und Ihr E-Mail-Postfach auf Bestell- oder Registrierungsbest\u00e4tigungen. Nach der <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/Cybercrime-Bilanz-6-von-10-Internetnutzern-betroffen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bitkom-Erhebung<\/a> vom M\u00e4rz 2025 wurden bei 9 Prozent der Internetnutzer Zugangsdaten ausgesp\u00e4ht, h\u00e4ufig lange unbemerkt.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Kann ein Screenshot als Beweismittel dienen?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Ja, aber mit begrenztem Gewicht: Ein einfacher Screenshot ist im Zivilprozess ein Augenscheinsobjekt nach \u00a7 371 ZPO und unterliegt der freien Beweisw\u00fcrdigung des Gerichts nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/zpo\/__286.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 286 ZPO<\/a>. Die Gegenseite kann einwenden, er sei bearbeitet worden. H\u00f6heren Beweiswert hat ein Screenshot, der in einer kontrollierten Umgebung erfasst und mit elektronischem Siegel und qualifiziertem Zeitstempel nach Art. 41 der eIDAS-Verordnung versehen ist, weil dann Datum, Uhrzeit und Unversehrtheit der Daten vermutet werden.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Wie widerspreche ich einer unberechtigten Inkassoforderung?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Schriftlich, innerhalb der im Schreiben genannten Frist, mit dem Hinweis, dass Sie den Vertrag nicht geschlossen haben, und mit einer Kopie der Strafanzeige. Fordern Sie das Inkassounternehmen auf, den Vertragsschluss zu belegen; nach Angaben der <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/wissen\/digitale-welt\/onlinedienste\/was-tun-wenn-kriminelle-in-ihrem-namen-einkaufen-75174\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verbraucherzentrale<\/a> muss es diesen Beweis liefern. Versenden Sie den Widerspruch per Einschreiben und bewahren Sie Schreiben und Sendungsnachweis auf. Gegen einen gerichtlichen Mahnbescheid legen Sie binnen zwei Wochen ab Zustellung Widerspruch beim Mahngericht ein.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<div class=\"tsa-cta-card\">\n<div class=\"tsa-cta-copy\">\n<h2>Sichern Sie Ihre Beweise, bevor Sie widersprechen<\/h2>\n<p>Erfassen Sie Mahnungen, Inkassoschreiben, E-Mails und Webseiten mit TrueScreen, bevor Sie Anzeige erstatten oder einer Forderung widersprechen. Jedes Dokument erh\u00e4lt ein elektronisches Siegel und einen qualifizierten Zeitstempel, so dass Sie Zugang, Inhalt und Zeitpunkt jederzeit nachweisen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a class=\"tsa-btn tsa-btn-primary\" href=\"https:\/\/portal.truescreen.io\/signin\/\">Jetzt starten<\/a><br \/>\n<a class=\"tsa-btn tsa-btn-secondary\" href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/kontakt\/\">Demo anfragen<\/a>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta-media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/truescreen.io\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Mobile-Header.png\" alt=\"TrueScreen\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"600\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"featured_media":58368,"template":"","class_list":["post-58367","artikel","type-artikel","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/58367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/artikel"}],"about":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/artikel"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}