{"id":58330,"date":"2026-09-07T07:33:20","date_gmt":"2026-09-07T05:33:20","guid":{"rendered":"https:\/\/truescreen.io\/artikel\/beweiswert-digitaler-dokumente-nachpruefbarkeit\/"},"modified":"2026-09-07T07:35:32","modified_gmt":"2026-09-07T05:35:32","slug":"beweiswert-digitaler-dokumente-nachpruefbarkeit","status":"publish","type":"artikel","link":"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/beweiswert-digitaler-dokumente-nachpruefbarkeit\/","title":{"rendered":"Beweiswert digitaler Dokumente: warum ein Befund, den niemand nachpr\u00fcfen kann, kein Beweis ist"},"content":{"rendered":"<div class=\"tsa-hero\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<h1>Beweiswert digitaler Dokumente: warum ein Befund, den niemand nachpr\u00fcfen kann, kein Beweis ist<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-body\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<p class=\"ts-content-date\" style=\"font-size:14px;color:#52525b;margin:0 0 20px;\">Ver\u00f6ffentlicht am 7. September 2026<\/p>\n<p>Der Beweiswert digitaler Dokumente entsteht nicht dadurch, dass jemand ihre Echtheit \u00fcberzeugend behauptet, sondern dadurch, dass eine dritte Person die Pr\u00fcfung Schritt f\u00fcr Schritt wiederholen und dabei zum selben Ergebnis kommen kann. Wo diese Nachpr\u00fcfbarkeit fehlt, bleibt eine fachliche Einsch\u00e4tzung \u00fcbrig, die das Gericht nach \u00a7 286 ZPO frei w\u00fcrdigt und die die Gegenseite mit \u00fcberschaubarem Aufwand ersch\u00fcttern kann. Die \u00dcberpr\u00fcfbarkeit des Ergebnisses geh\u00f6rt damit zur Beweisf\u00fchrung selbst und nicht zu ihrer technischen Ausstattung.<\/p>\n<p>Der Anlass f\u00fcr diese Frage ist bekannt: Digitale Inhalte sind aus sich heraus nicht mehr vertrauensw\u00fcrdig. Die ENISA hat f\u00fcr ihr <a href=\"https:\/\/www.enisa.europa.eu\/sites\/default\/files\/2025-10\/ENISA%20Threat%20Landscape%202025%20Booklet.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Threat Landscape 2025<\/a> 4.875 Vorf\u00e4lle zwischen Juli 2024 und Juni 2025 ausgewertet und h\u00e4lt fest, dass \u00fcber 80 Prozent der weltweiten Phishing-Kampagnen inzwischen mit KI-erzeugten oder KI-verst\u00e4rkten Inhalten arbeiten; synthetische Stimmen und Videos sind in Manipulationsoperationen dokumentiert. Ein Foto, eine E-Mail oder ein Screenshot tr\u00e4gt seine Herkunft nicht mehr sichtbar mit sich.<\/p>\n<p>Die naheliegende Antwort lautet, den Inhalt hinterher zu untersuchen und einen Befund \u00fcber seine Echtheit einzuholen. Genau hier beginnt das Problem f\u00fcr Justiziare, Compliance-Verantwortliche und IT-Sachverst\u00e4ndige: Ein Befund, dessen Zustandekommen die Gegenseite nicht nachvollziehen kann, verlagert die Frage nur, weil anschlie\u00dfend \u00fcber den Gutachter gestritten wird statt \u00fcber das Dokument. Wer Beweiskraft will, braucht deshalb nicht die bessere Einsch\u00e4tzung, sondern ein Ergebnis, das ein Dritter selbst nachrechnen kann.<\/p>\n<h2>Warum eine Pr\u00fcfung, die man nur glauben kann, Vertrauen verschiebt statt begr\u00fcndet<\/h2>\n<p>Eine nachtr\u00e4gliche Echtheitspr\u00fcfung liefert eine Wahrscheinlichkeitsaussage, keine Feststellung. Wie belastbar solche Aussagen sind, zeigt eine 2026 im International Journal for Educational Integrity ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s40979-026-00213-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auswertung von Werkzeugen zur Erkennung maschinell erzeugter Texte<\/a>: Die beiden f\u00fchrenden Produkte erreichten Gesamttrefferquoten von 69 und 61 Prozent, bei gemischt menschlich-maschinellen Texten fiel die Quote auf nahezu null, und die Fehlalarme trafen systematisch Texte von Nicht-Muttersprachlern. Ein Werkzeug, das in vier von zehn F\u00e4llen danebenliegt und dessen Fehler sich zudem ungleich verteilen, liefert kein Beweismittel, sondern eine Meinung mit technischer Oberfl\u00e4che. F\u00fcr die Beweisf\u00fchrung z\u00e4hlt am Ende nicht die Trefferquote, sondern die Frage, ob jemand au\u00dferhalb des Verfahrens den Weg zum Ergebnis wiederholen kann.<\/p>\n<h3>Vom Vertrauen in das Dokument zum Vertrauen in den Pr\u00fcfer<\/h3>\n<p>Solange Papier das \u00fcbliche Medium war, richtete sich der Streit gegen die Urkunde selbst. Bei digitalen Inhalten verschiebt er sich auf die Person oder das System, das die Pr\u00fcfung vorgenommen hat: Wird ein Gutachten vorgelegt, das lediglich behauptet, eine Datei sei unver\u00e4ndert, verhandelt das Gericht faktisch die Glaubw\u00fcrdigkeit des Gutachters. Die beweisbelastete Partei gewinnt dabei nichts, denn sie hat den Beweisgegenstand ausgewechselt und die Beweisnot nicht behoben.<\/p>\n<h3>Wer pr\u00fcft den Pr\u00fcfer<\/h3>\n<p>Die Frage klingt rhetorisch, hat im Verfahren aber eine sehr konkrete Antwort: die Gegenseite, ihr Parteigutachter und am Ende das Gericht. Ist die Pr\u00fcfung an ein Konto, eine Weboberfl\u00e4che oder einen Bericht des Anbieters gebunden, kann keiner der drei sie selbst durchf\u00fchren und muss sich auf Zweifel beschr\u00e4nken. Nachpr\u00fcfbarkeit verhindert als einzige Eigenschaft, dass sich die Beweisaufnahme in einen Streit \u00fcber die Seriosit\u00e4t von Dienstleistern verwandelt.<\/p>\n<h2>Was eine fachliche Einsch\u00e4tzung von einem nachpr\u00fcfbaren Ergebnis trennt<\/h2>\n<p>Der Unterschied liegt nicht im Fachwissen, sondern darin, was der Empf\u00e4nger in die Hand bekommt: Eine Einsch\u00e4tzung \u00fcbergibt eine Schlussfolgerung, ein nachpr\u00fcfbares Ergebnis dagegen die Rechenschritte, mit denen er dieselbe Schlussfolgerung selbst erzeugt.<\/p>\n<h3>Die drei Voraussetzungen, unter denen ein Dritter das Ergebnis nachrechnen kann<\/h3>\n<p>Versetzen Sie sich in die Rolle des Pr\u00fcfenden und nicht in die des Anbieters: Um ein fremdes Ergebnis zu best\u00e4tigen oder zu widerlegen, brauchen Sie drei Dinge.<\/p>\n<p>Erstens die Datei selbst, Bit f\u00fcr Bit, zusammen mit ihrem Hashwert. Den Hashwert rechnen Sie mit einem beliebigen Standardwerkzeug nach. Stimmt er nicht \u00fcberein, wurde die Datei ver\u00e4ndert, und Sie brauchen niemandes Best\u00e4tigung, um das festzustellen.<\/p>\n<p>Zweitens einen Zeitpunkt, den Sie unabh\u00e4ngig feststellen k\u00f6nnen. Ein qualifizierter Zeitstempel nach der <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX%3A32014R0910\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eIDAS-Verordnung (EU) 910\/2014<\/a> genie\u00dft die Vermutung der Richtigkeit des angegebenen Datums und der Uhrzeit sowie der Unversehrtheit der damit verbundenen Daten. Sie pr\u00fcfen ihn gegen den Anbieter, der ihn ausgestellt hat, nicht gegen die Partei, die ihn vorlegt.<\/p>\n<p>Drittens eine <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/digitale-beweiskette-chain-of-custody-schutz-beweise\/\">l\u00fcckenlose Beweiskette<\/a>, also die revisionssichere Dokumentation, wie der Inhalt erfasst, verarbeitet und weitergegeben wurde. Erst sie beantwortet die Frage, wovon der Hashwert \u00fcberhaupt genommen wurde. Fehlt einer der drei Punkte, bleibt Ihnen nur, dem Pr\u00fcfenden zu glauben.<\/p>\n<h3>Undurchsichtige und nachpr\u00fcfbare Pr\u00fcfung im Vergleich<\/h3>\n<div style=\"overflow-x: auto; margin: 24px 0; border-radius: 8px; border: 1px solid #e8e6f0;\">\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; line-height: 1.5; min-width: 600px;\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Was Sie als Pr\u00fcfender fragen<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Undurchsichtige Pr\u00fcfung<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Nachpr\u00fcfbare Pr\u00fcfung<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Was erhalten Sie in die Hand?<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Ein Ergebnis oder einen Bericht<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Inhalt, Hashwert, Zeitstempel und Dokumentation<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Wovon h\u00e4ngt das Ergebnis ab?<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Von der Autorit\u00e4t des Pr\u00fcfenden<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Von einer Rechnung, die Sie selbst wiederholen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Wie erkennen Sie eine Ver\u00e4nderung?<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Gar nicht, ohne erneute Beauftragung<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Der neu berechnete Hashwert weicht ab<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Woher stammt der Zeitpunkt?<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Aus einem Systemprotokoll des Anbieters<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Aus einem qualifizierten Zeitstempel eines Vertrauensdiensteanbieters<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Was gilt, wenn der Anbieter nicht erreichbar ist?<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Die Pr\u00fcfung ist nicht wiederholbar<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Die Pr\u00fcfung gelingt unver\u00e4ndert<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Was greift die Gegenseite an?<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Die Person und ihre Methode<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Nichts, ohne selbst zu rechnen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<h2>Was das Gericht verlangt, wenn die Gegenseite bestreitet<\/h2>\n<p>Sobald der Beweiswert digitaler Dokumente bestritten wird, entscheidet nicht die Etikettierung des Beweismittels, sondern der Weg, auf dem das Gericht zur \u00dcberzeugung gelangt. \u00a7 286 ZPO gibt ihm die freie W\u00fcrdigung des gesamten Verhaltens der Parteien und des Ergebnisses der Beweisaufnahme auf. Eine Datei, die nicht als Urkunde z\u00e4hlt, wird nach \u00a7 371 ZPO im Wege des Augenscheins gew\u00fcrdigt, und dabei z\u00e4hlt jeder Umstand, der die Entstehung des Inhalts erkl\u00e4rt oder unerkl\u00e4rt l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Eine Sonderstellung nimmt <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/zpo\/__371a.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 371a ZPO<\/a> ein: Auf private elektronische Dokumente, die mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sind, finden die Vorschriften \u00fcber die Beweiskraft privater Urkunden entsprechende Anwendung, und der Anschein der Echtheit l\u00e4sst sich nur durch Tatsachen ersch\u00fcttern, die ernstliche Zweifel begr\u00fcnden. Wie hoch diese Schwelle liegt, haben wir im Beitrag zu <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/371a-zpo-beweiskraft-elektronischer-dokumente\/\">\u00a7 371a ZPO und der Beweiskraft elektronischer Dokumente<\/a> sowie in der Analyse dazu, <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/anscheinsbeweis-elektronische-signatur-erschuettern\/\">wie sich der Anscheinsbeweis ersch\u00fcttern l\u00e4sst<\/a>, im Einzelnen behandelt.<\/p>\n<p>Praktisch l\u00e4uft es auf eine Arbeitsteilung hinaus: Die Norm bestimmt, welche Vermutung greift, w\u00e4hrend es an Ihnen liegt, im Termin vorzuf\u00fchren, woraus sich Integrit\u00e4t und Zeitpunkt ergeben. Wer das nicht vorf\u00fchren kann, argumentiert nur, und Argumente werden gew\u00fcrdigt, nicht nachgerechnet.<\/p>\n<h2>Wie Sie eine Pr\u00fcfung nachvollziehen, ohne dem Pr\u00fcfenden glauben zu m\u00fcssen<\/h2>\n<p>TrueScreen, die Data Authenticity Platform, erzeugt ein Zertifizierungspaket, das der Empf\u00e4nger eigenst\u00e4ndig nachrechnen kann, ohne den Aussteller zu kontaktieren und ohne ihm vertrauen zu m\u00fcssen. Der Ansatz setzt fr\u00fcher an als jede nachtr\u00e4gliche Analyse: Der Inhalt wird bereits bei der Erfassung in einer gesch\u00fctzten Umgebung aufgenommen und am Ende des Vorgangs versiegelt, statt sp\u00e4ter auf Spuren einer Manipulation untersucht zu werden. Das Paket enth\u00e4lt den Hashwert des Inhalts, den qualifizierten Zeitstempel und die l\u00fcckenlose Dokumentation der Beweiskette. Das elektronische Siegel darauf bringt ein externer qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter an, der \u00fcber die TrueScreen-API eingebunden ist. TrueScreen selbst ist weder ein qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter noch eine Zertifizierungsstelle und stellt keine Zertifikate aus; die Plattform erfasst den Inhalt rechtssicher und integriert das Siegel eines qualifizierten Dritten. F\u00fcr die Gegenseite \u00e4ndert das die Ausgangslage, weil sie das Ergebnis nicht mehr \u00fcber Zweifel an einem Dienstleister angreifen kann, sondern nur, indem sie selbst rechnet.<\/p>\n<h3>Der \u00f6ffentliche Validator, der im Browser des Pr\u00fcfenden l\u00e4uft<\/h3>\n<p>Der Unterschied wird an der Stelle greifbar, an der die meisten Anbieter eine Anmeldung verlangen. TrueScreen stellt eine Seite bereit, auf der sich <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/zertifizierungen-pruefen\/\">eine Zertifizierung direkt im Browser des Pr\u00fcfenden verifizieren<\/a> l\u00e4sst, ohne Upload auf einen Server und ohne Konto. Die Seite benennt die angewandten Standards und sagt ausdr\u00fccklich, was sie nicht pr\u00fcft, was vor Gericht ebenso schwer wiegt. Der gegnerische Sachverst\u00e4ndige l\u00e4dt nichts hoch, meldet sich nirgends an und erh\u00e4lt dasselbe Ergebnis wie das Gericht.<\/p>\n<h2>Zwei Situationen, in denen die Nachpr\u00fcfbarkeit \u00fcber das Ergebnis entscheidet<\/h2>\n<h3>Das bestrittene Dokument im Prozess<\/h3>\n<p>Die Gegenseite bestreitet, dass die vorgelegte Datei dem Zustand vom Erfassungstag entspricht. Bei einer undurchsichtigen Pr\u00fcfung folgt daraus ein Sachverst\u00e4ndigenstreit \u00fcber Methode und Person. Liegt dagegen ein nachpr\u00fcfbares Paket vor, berechnet der Parteigutachter der Gegenseite den Hashwert nach und gleicht den qualifizierten Zeitstempel ab. Die Beweisfrage schrumpft damit auf eine Rechnung, die entweder aufgeht oder nicht, und die IT-Forensik wird erst dort gebraucht, wo sie tats\u00e4chlich etwas beitr\u00e4gt.<\/p>\n<h3>Der Dienstleister, der zertifizierte Inhalte an seinen Kunden \u00fcbergibt<\/h3>\n<p>Wer Pr\u00fcfberichte, Schadensdokumentationen oder Abnahmen an Auftraggeber liefert, steht vor einem verwandten Problem: Der Kunde soll die Unversehrtheit nicht auf Zusicherung hin hinnehmen m\u00fcssen. \u00dcbergeben Sie den Inhalt samt Zertifizierungspaket, rechnet der Kunde die Integrit\u00e4t selbst nach und reicht sie an seine Versicherung oder an das Gericht weiter, ohne Sie erneut einzubinden. Auch die revisionssichere Ablage tr\u00e4gt diese Struktur, weil jede Kopie ihren Nachweis mitf\u00fchrt. Eine blo\u00dfe Kennzeichnung leistet das nicht: Warum das Auszeichnen von <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/ki-inhalte-kennzeichnen-reicht-nicht-echtheitsbeweis\/\">KI-Inhalten keinen Echtheitsbeweis liefert<\/a>, haben wir gesondert dargestellt.<\/p>\n<section class=\"faq faq-truescreen\" aria-labelledby=\"faq-title\">\n<h2 id=\"faq-title\">H\u00e4ufige Fragen zum Beweiswert digitaler Dokumente<\/h2>\n<div class=\"faq-list\">\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Kann ich eine E-Mail als Beweismittel vor Gericht verwenden?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Ja. Eine E-Mail ohne qualifizierte elektronische Signatur ist keine Urkunde, sondern wird nach \u00a7 371 ZPO als Augenschein gew\u00fcrdigt, und das Gericht entscheidet nach \u00a7 286 ZPO frei \u00fcber ihren Beweiswert. Bestreitet die Gegenseite Inhalt oder Zugang, tr\u00e4gt der Vorlegende die Darlegungslast. Ein Hashwert und ein qualifizierter Zeitstempel zum Erfassungszeitpunkt machen die Integrit\u00e4t der Nachricht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfbar.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Sind eingescannte Dokumente rechtsg\u00fcltig?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Ein Scan ist keine Urkunde und hat f\u00fcr sich genommen keine erh\u00f6hte Beweiskraft; er wird nach \u00a7 371 ZPO als Augenschein gew\u00fcrdigt. Gesetzliche Sonderregeln gibt es nur f\u00fcr \u00f6ffentliche Dokumente: \u00a7 371b ZPO kn\u00fcpft an die \u00dcbertragung durch eine \u00f6ffentliche Beh\u00f6rde nach dem Stand der Technik an, \u00a7 416a ZPO regelt den beglaubigten Ausdruck eines \u00f6ffentlichen elektronischen Dokuments. Private Scans profitieren davon nicht.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Ist eine elektronische Unterschrift rechtsverbindlich?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Ja. Nach Artikel 25 der eIDAS-Verordnung (EU) 910\/2014 darf einer elektronischen Signatur die Rechtswirkung nicht allein deshalb abgesprochen werden, weil sie elektronisch ist, und die qualifizierte elektronische Signatur ist der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt. Prozessual wirkt sich das \u00fcber \u00a7 371a ZPO aus, der auf so signierte private Dokumente die Vorschriften \u00fcber die Beweiskraft privater Urkunden anwendet.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Sind Handyaufnahmen als Beweismittel vor Gericht g\u00fcltig?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Ja, sofern ihre Erhebung zul\u00e4ssig war. Foto- und Videoaufnahmen werden nach \u00a7 371 ZPO in Augenschein genommen und nach \u00a7 286 ZPO gew\u00fcrdigt. Der Streitpunkt ist selten die Zul\u00e4ssigkeit, sondern die Echtheit: Ohne Nachweis, wann und wie die Aufnahme entstanden ist, bleibt ihr Beweiswert angreifbar. F\u00fcr Screenshots gelten eigene Anforderungen, die im Beitrag zu <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/screenshot-beweismittel-gericht-rechtssicher\/\">Screenshots als Beweismittel vor Gericht<\/a> behandelt sind.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<div class=\"tsa-cta-card\">\n<div class=\"tsa-cta-copy\">\n<h2>Lassen sich Ihre digitalen Nachweise nachpr\u00fcfen?<\/h2>\n<p>Mit TrueScreen entsteht jeder Inhalt mit Hashwert, qualifiziertem Zeitstempel und l\u00fcckenloser Dokumentation: Wer ihn erh\u00e4lt, pr\u00fcft selbst nach und muss Ihnen nicht glauben.<\/p>\n<p><a class=\"tsa-btn tsa-btn-primary\" href=\"https:\/\/portal.truescreen.io\/signin\/\">Jetzt starten<\/a><br \/>\n<a class=\"tsa-btn tsa-btn-secondary\" href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/kontakt\/\">Demo anfragen<\/a>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta-media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/truescreen.io\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Mobile-Header.png\" alt=\"TrueScreen\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"600\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"featured_media":58331,"template":"","class_list":["post-58330","artikel","type-artikel","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/58330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/artikel"}],"about":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/artikel"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58331"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}