{"id":58101,"date":"2026-08-25T05:43:26","date_gmt":"2026-08-25T03:43:26","guid":{"rendered":"https:\/\/truescreen.io\/artikel\/gefaelschte-buergschaftsurkunde-pruefen\/"},"modified":"2026-08-25T05:46:51","modified_gmt":"2026-08-25T03:46:51","slug":"gefaelschte-buergschaftsurkunde-pruefen","status":"publish","type":"artikel","link":"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/gefaelschte-buergschaftsurkunde-pruefen\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgschaftsurkunde pr\u00fcfen: gef\u00e4lschte Sicherheiten erkennen, bevor Sie sie annehmen"},"content":{"rendered":"<div class=\"tsa-hero\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<h1>B\u00fcrgschaftsurkunde pr\u00fcfen: gef\u00e4lschte Sicherheiten erkennen, bevor Sie sie annehmen<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-body\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<p class=\"ts-content-date\" style=\"font-size:14px;color:#52525b;margin:0 0 20px;\">Ver\u00f6ffentlicht am 25. August 2026<\/p>\n<p>Reicht ein Auftragnehmer die Vertragserf\u00fcllungsb\u00fcrgschaft ein, steht am Ende oft nur ein einziges Blatt zwischen dem Auftraggeber und einem Totalausfall: die B\u00fcrgschaftsurkunde. Sie trifft als PDF im Postfach ein, das Papieroriginal folgt ein paar Tage sp\u00e4ter, und weil die Zuschlagsfrist dr\u00fcckt und der Briefkopf vertraut wirkt, wandert sie nach einer Sichtkontrolle in die Vergabeakte. Gepr\u00fcft wird meist nur, ob Betrag, Bauvorhaben und Unterschrift vorhanden sind.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig wird die Sache erst, wenn die Sicherheit gebraucht wird. Dann teilt das Kreditinstitut mit, es habe diese Urkunde nie ausgestellt, und der Auftragnehmer erkl\u00e4rt, er habe seinerzeit ein anderes, einwandfreies Dokument \u00fcbermittelt. Wer soll zu diesem Zeitpunkt noch belegen, was tats\u00e4chlich eingegangen ist?<\/p>\n<p>Eine B\u00fcrgschaftsurkunde wird nicht am Dokument gepr\u00fcft, sondern beim B\u00fcrgen, und zwar ausschlie\u00dflich \u00fcber Kontaktdaten, die Sie selbst recherchiert haben. Der zweite Schritt wird dagegen fast nie gegangen, obwohl er den ersten \u00fcberhaupt erst sch\u00fctzt: Die Pr\u00fcfung wirkt nur, solange von ihr ein datierter und nachtr\u00e4glich nicht ver\u00e4nderbarer Nachweis bleibt. Sie m\u00fcssen Monate sp\u00e4ter zeigen k\u00f6nnen, welches Dokument an welchem Tag bei Ihnen eingegangen ist und was die amtlichen Register im Moment Ihrer Abfrage ausgewiesen haben.<\/p>\n<h2>Was eine B\u00fcrgschaftsurkunde zur F\u00e4lschung macht und warum Vergaben das Ziel sind<\/h2>\n<p>B\u00fcrgschaftsurkunden sind lohnende F\u00e4lschungsziele, weil sie Bonit\u00e4t vort\u00e4uschen, ohne dass Geld flie\u00dft. Wer eine Sicherheit stellen muss, aber keine Kreditlinie und keine Kautionsversicherung erh\u00e4lt, erkauft sich mit einem gef\u00e4lschten Papier den Zuschlag oder die Freigabe eines Sicherheitseinbehalts. Der Schaden entsteht erst, wenn niemand mehr zahlt.<\/p>\n<p>Eine gef\u00e4lschte B\u00fcrgschaftsurkunde ist ein Dokument, das einen B\u00fcrgen ausweist, der die darin verbriefte Verpflichtung nie \u00fcbernommen hat. Rechtlich existiert keine Sicherheit, denn ein B\u00fcrgschaftsvertrag kommt nach \u00a7 765 BGB nur zustande, wenn sich der B\u00fcrge tats\u00e4chlich verpflichtet; eine gef\u00e4lschte Unterschrift bindet ihn nicht. Wer eine solche Urkunde herstellt oder gebraucht, erf\u00fcllt den Tatbestand der <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__267.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Urkundenf\u00e4lschung nach \u00a7 267 StGB<\/a>, der mit Freiheitsstrafe bis zu f\u00fcnf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht ist; bei gewerbsm\u00e4\u00dfigem oder bandenm\u00e4\u00dfigem Handeln sowie bei einem Verm\u00f6gensverlust gro\u00dfen Ausma\u00dfes sieht Absatz 3 einen Strafrahmen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor. F\u00fcr den Auftraggeber \u00e4ndert das nichts an der Ausgangslage: Er steht ohne Sicherheit da, w\u00e4hrend der Bau bereits l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Vergabeverfahren sind besonders exponiert, weil H\u00f6he und Zeitpunkt der Sicherheit dort vorhersehbar sind: In der Baupraxis liegt die Vertragserf\u00fcllungsb\u00fcrgschaft \u00fcblicherweise bei rund zehn Prozent der Nettoauftragssumme und wird nach der Abnahme durch eine Gew\u00e4hrleistungsb\u00fcrgschaft in etwa halber H\u00f6he abgel\u00f6st. Wann welches Papier f\u00e4llig wird, l\u00e4sst sich von au\u00dfen ausrechnen, und damit auch, wann eine Pr\u00fcfung unter Zeitdruck stattfindet.<\/p>\n<h3>Wie solche Urkunden gebaut werden<\/h3>\n<p>Die Vorstellung, eine F\u00e4lschung verrate sich durch schlechte Aufl\u00f6sung oder krumme R\u00e4nder, geht am heutigen Stand vorbei. Gef\u00e4lschte Urkunden tragen den Briefkopf real existierender Kreditinstitute oder Kautionsversicherer, \u00fcbernehmen deren Schriftbild, Formulierungen und Anschriften und nennen h\u00e4ufig sogar Mitarbeitende, die es dort tats\u00e4chlich gibt. Erfunden ist allein die Verpflichtung, und die sieht man dem Papier nicht an. Wie weit die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/dokumentenfaelschung-ki-risiken-reale-faelle-schutz\/\">F\u00e4lschung von Dokumenten mit KI-Werkzeugen<\/a> inzwischen reicht, zeigt sich an Mustern, die sich optisch nicht mehr von einem Original unterscheiden lassen.<\/p>\n<p>Verr\u00e4terisch ist deshalb selten das Layout, sondern der Kommunikationsweg: Auf gef\u00e4lschten Urkunden stehen Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die zu den F\u00e4lschern zur\u00fcckf\u00fchren. Ein R\u00fcckruf unter dieser Nummer best\u00e4tigt die B\u00fcrgschaft zuverl\u00e4ssig, weil am anderen Ende dieselbe Person sitzt, die das Papier erstellt hat. Dass die Stadt Schwarzenbek in Schleswig-Holstein auf eine gef\u00e4lschte Bankb\u00fcrgschaft hereingefallen ist, hat die Lokalpresse dokumentiert; nach Presseberichten ging es um rund 300.000 Euro.<\/p>\n<h3>Zwei verschiedene Risiken: die nie existierende Sicherheit und das ausgetauschte Dokument<\/h3>\n<p>Die Fachliteratur behandelt fast ausschlie\u00dflich den ersten Fall: Die B\u00fcrgschaft hat es nie gegeben, der angebliche B\u00fcrge weist sie zur\u00fcck, die Sicherheit ist wertlos. Dieses Risiko l\u00e4sst sich durch eine richtig angestellte R\u00fcckfrage beim B\u00fcrgen weitgehend ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Der zweite Fall wird selten diskutiert und ist prozessual der unangenehmere, weil die Gegenseite hier nicht die Echtheit der B\u00fcrgschaft bestreitet, sondern die Identit\u00e4t des \u00fcbergebenen Dokuments. Sie legt eine Fassung vor, die in Betrag, Laufzeit oder Bezeichnung des Vorhabens abweicht, und erkl\u00e4rt, genau diese sei \u00fcbermittelt worden. Es ist dieselbe Konstellation wie beim <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/rechnungsbetrug-iban-austausch-original-email-belegen\/\">Austausch der Bankverbindung in einer Rechnung<\/a>: Streitig ist nicht, was in der Akte liegt, sondern was urspr\u00fcnglich angekommen ist. Dagegen hilft keine inhaltliche Pr\u00fcfung, sondern nur ein Nachweis \u00fcber den Eingang.<\/p>\n<h2>Wie Sie eine B\u00fcrgschaftsurkunde pr\u00fcfen, bevor Sie sie akzeptieren<\/h2>\n<p>Ob Bankb\u00fcrgschaft oder Kautionsversicherung: Die Echtheitspr\u00fcfung besteht aus drei Schritten, die aufeinander aufbauen und nicht gegeneinander austauschbar sind.<\/p>\n<ol>\n<li>Pr\u00fcfen Sie, ob der genannte B\u00fcrge \u00fcberhaupt zum B\u00fcrgschaftsgesch\u00e4ft in Deutschland zugelassen ist.<\/li>\n<li>Holen Sie die Best\u00e4tigung beim B\u00fcrgen ein, \u00fcber selbst recherchierte Kontaktdaten.<\/li>\n<li>Gleichen Sie die inhaltlichen Merkmale der Urkunde mit dem Vertrag und den Vergabeunterlagen ab.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vorgeschaltet ist eine Formfrage, die h\u00e4ufig \u00fcbersehen wird. Nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bgb\/__766.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 766 BGB<\/a> ist f\u00fcr die G\u00fcltigkeit des B\u00fcrgschaftsvertrags die schriftliche Erteilung der B\u00fcrgschaftserkl\u00e4rung erforderlich, und Satz 2 schlie\u00dft die elektronische Form ausdr\u00fccklich aus. Ein zugesandtes PDF ist damit keine wirksame B\u00fcrgschaftserkl\u00e4rung, sondern die Ank\u00fcndigung einer solchen. Wirksam wird die Sicherheit erst mit der \u00dcbergabe der unterzeichneten Urkunde im Original. F\u00fcr die Praxis hei\u00dft das: Die Pr\u00fcfung beginnt beim PDF, endet aber erst, wenn das Original vorliegt und mit der gepr\u00fcften Fassung \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<h3>R\u00fcckfrage beim B\u00fcrgen \u00fcber die amtlich hinterlegten Kontaktdaten, nie \u00fcber die Angaben auf der Urkunde<\/h3>\n<p>Die Best\u00e4tigung des B\u00fcrgen ist der einzige Pr\u00fcfschritt, der eine gef\u00e4lschte B\u00fcrgschaft zuverl\u00e4ssig auffliegen l\u00e4sst, und er ist wertlos, wenn Sie die Kontaktdaten der Urkunde entnehmen. Recherchieren Sie Telefonnummer und Anschrift unabh\u00e4ngig: \u00fcber die Webseite des Instituts, \u00fcber das Impressum, \u00fcber die BaFin-Unternehmensdatenbank. Rufen Sie dort an und lassen Sie sich die Urkundennummer, den Betrag, den Sicherungszweck und das Datum best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Verlangen Sie die Best\u00e4tigung zus\u00e4tzlich schriftlich, adressiert an eine Ihnen bekannte Anschrift des Instituts, denn eine m\u00fcndliche Auskunft l\u00e4sst sich im Streitfall kaum rekonstruieren, zumal die Person, die sie erteilt hat, das Institut inzwischen verlassen haben kann. Manche Institute und Kautionsversicherer bieten eine Onlinepr\u00fcfung \u00fcber einen auf der Urkunde aufgedruckten Code an. Das ist bequem, ersetzt die unabh\u00e4ngige R\u00fcckfrage aber nicht, weil sich mit der Urkunde auch der Code und die dahinterliegende Adresse f\u00e4lschen lassen.<\/p>\n<h3>Abgleich in der BaFin-Unternehmensdatenbank und in der Liste der zugelassenen Kautionsversicherer<\/h3>\n<p>B\u00fcrge in einem Bauvertrag kann nur sein, wer im Inland zum Gesch\u00e4ftsbetrieb zugelassen ist; \u00a7 17 VOB\/B verlangt f\u00fcr die Sicherheitsleistung durch B\u00fcrgschaft ein Kreditinstitut oder einen Kreditversicherer mit entsprechender Zulassung. Ob diese Zulassung besteht, kl\u00e4rt die <a href=\"https:\/\/portal.mvp.bafin.de\/database\/InstInfo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unternehmensdatenbank der BaFin<\/a>, die alle in Deutschland beaufsichtigten Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Versicherungsunternehmen f\u00fchrt. Bei einem Kautionsversicherer gen\u00fcgt die Nennung in der Datenbank allerdings nicht: Entscheidend ist, ob das Unternehmen die Erlaubnis f\u00fcr die Versicherungssparte Kaution besitzt, die in <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/vag_2016\/anlage_1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nummer 15 der Anlage 1 zum VAG<\/a> gef\u00fchrt wird. Ein Versicherer, der ausschlie\u00dflich andere Sparten betreibt, kann keine wirksame Kautionsversicherung zeichnen, auch wenn er in der BaFin-Datenbank auftaucht.<\/p>\n<p>Bei europ\u00e4ischen Anbietern, die im Wege des Dienstleistungsverkehrs in Deutschland t\u00e4tig sind, liegt die Zulassung bei der Aufsichtsbeh\u00f6rde des Herkunftsstaats; nachvollziehen l\u00e4sst sie sich im \u00f6ffentlichen Register der europ\u00e4ischen Aufsichtsbeh\u00f6rde EIOPA. Halten Sie dabei zwei Angaben fest, die sich beide \u00e4ndern k\u00f6nnen: die genaue Firmierung, unter der das Unternehmen gef\u00fchrt wird, und das Datum Ihrer Abfrage. Registereintr\u00e4ge werden fortgeschrieben, gel\u00f6scht und umbenannt, und ein Screenshot ohne Datumsnachweis belegt sp\u00e4ter nicht, was am Tag der Pr\u00fcfung dort stand.<\/p>\n<h3>Welche Merkmale der Urkunde abzugleichen sind<\/h3>\n<p>Der inhaltliche Abgleich f\u00e4ngt die F\u00e4lle ab, in denen die B\u00fcrgschaft echt ist, aber etwas anderes sichert als das, was Sie brauchen. Diese Merkmale geh\u00f6ren auf jede Pr\u00fcfliste:<\/p>\n<div style=\"overflow-x: auto; margin: 24px 0; border-radius: 8px; border: 1px solid #e8e6f0;\">\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; line-height: 1.5; min-width: 600px;\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Merkmal<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Was in der Urkunde stehen muss<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Worauf die Pr\u00fcfung zielt<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">B\u00fcrge<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Exakte Firmierung, Rechtsform und Sitz des Kreditinstituts oder Kautionsversicherers<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">\u00dcbereinstimmung mit dem Eintrag in der BaFin-Unternehmensdatenbank, nicht nur der Markenname<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Hauptschuldner<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Vollst\u00e4ndige Bezeichnung des Auftragnehmers<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Identit\u00e4t mit dem Bieter oder Vertragspartner, auch bei Tochtergesellschaften und Arbeitsgemeinschaften<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Beg\u00fcnstigter<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Auftraggeber als Gl\u00e4ubiger der B\u00fcrgschaft<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Richtige Stelle, insbesondere bei Eigenbetrieben und Zweckverb\u00e4nden<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Sicherungszweck<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Bezeichnung von Vertrag, Vergabenummer und Bauvorhaben<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zuordnung zum konkreten Vertrag statt allgemeiner Formulierung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">B\u00fcrgschaftsart<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Vertragserf\u00fcllungsb\u00fcrgschaft, Gew\u00e4hrleistungsb\u00fcrgschaft oder B\u00fcrgschaft auf erstes Anfordern<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">\u00dcbereinstimmung mit der vertraglich vereinbarten Sicherungsabrede<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">B\u00fcrgschaftsbetrag<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Betrag in Ziffern und Worten, W\u00e4hrung<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Abgleich mit der vereinbarten Quote der Auftragssumme, netto oder brutto<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Einredeverzicht<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Verzicht auf die Einrede der Vorausklage nach \u00a7 771 BGB<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Selbstschuldnerische B\u00fcrgschaft, sonst muss zuerst gegen den Auftragnehmer vollstreckt werden<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Befristung<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Angabe, ob die B\u00fcrgschaft unbefristet gilt<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Befristungen und aufl\u00f6sende Bedingungen entwerten die Sicherheit im Streitfall<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Recht und Gerichtsstand<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Anwendbarkeit deutschen Rechts, Gerichtsstand<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Durchsetzbarkeit ohne ausl\u00e4ndisches Verfahren<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Unterschriften<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zwei Unterschriften, Namen in Klarschrift, Vertretungsbefugnis<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zeichnungsberechtigung der Unterzeichnenden beim B\u00fcrgen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Form<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Unterzeichnetes Original, keine Kopie und keine elektronische Fassung<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Formerfordernis nach \u00a7 766 BGB<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Eine Auff\u00e4lligkeit in einer einzelnen Zeile beweist nichts. Mehrere kleine Abweichungen zusammen sind allerdings ein guter Grund, die Annahme auszusetzen und die R\u00fcckfrage beim B\u00fcrgen vorzuziehen.<\/p>\n<h2>Warum die Pr\u00fcfung wertlos wird, wenn nichts von ihr bleibt<\/h2>\n<p>Eine sorgf\u00e4ltige Pr\u00fcfung sch\u00fctzt vor dem falschen Dokument, aber nicht vor dem sp\u00e4teren Streit dar\u00fcber, was gepr\u00fcft wurde. Das Ergebnis der Pr\u00fcfung ist fl\u00fcchtig: Die Registerseite \u00e4ndert sich, die telefonische Best\u00e4tigung lebt in einem Aktenvermerk, und das empfangene PDF liegt in einem Ordner, in dem es sich austauschen l\u00e4sst, ohne Spuren zu hinterlassen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle trennen sich Vorg\u00e4nge, die im Streit halten, von solchen, die es nicht tun. Ein elektronisches Dokument ist im Zivilprozess in aller Regel kein Urkundenbeweis, sondern Gegenstand des Augenscheins nach \u00a7 371 Absatz 1 Satz 2 ZPO, und das Gericht w\u00fcrdigt es nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/zpo\/__286.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 286 ZPO<\/a> frei. Die gesetzliche Vermutungswirkung, die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/371a-zpo-beweiskraft-elektronischer-dokumente\/\">\u00a7 371a ZPO f\u00fcr elektronische Dokumente<\/a> vorsieht, greift nur unter den dort genannten engen Voraussetzungen. Ein PDF auf dem Netzlaufwerk hat damit genau den Beweiswert, den das Gericht ihm nach den Umst\u00e4nden zubilligt, und die Umst\u00e4nde sprechen selten f\u00fcr die Seite, die keinen datierten Nachweis vorlegen kann.<\/p>\n<h3>Was passiert, wenn die Gegenseite bestreitet, genau dieses Dokument \u00fcbermittelt zu haben<\/h3>\n<p>Bestreitet der Auftragnehmer, die vorgelegte Fassung \u00fcbermittelt zu haben, verlagert sich der Streit vom Inhalt der B\u00fcrgschaft auf die Frage, wer welche Datei wann versandt hat. Ihre Belege sind dann die E-Mail im Postfach, der Anhang und der Zeitpunkt des Eingangs. Alle drei lassen sich nachtr\u00e4glich ver\u00e4ndern, und der <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/rechtswert-e-mail-beweiskraft-gericht\/\">Beweiswert einer E-Mail vor Gericht<\/a> h\u00e4ngt genau daran: an der Frage, ob nachvollziehbar ist, dass sie seit dem Eingang unver\u00e4ndert geblieben ist.<\/p>\n<p>In der Praxis endet das regelm\u00e4\u00dfig in einem Patt: Beide Seiten legen ein Dokument vor, beide Fassungen sind technisch plausibel, und das Gericht entscheidet nach dem Gesamtbild. Wer nachweisen kann, dass eine bestimmte Datei an einem bestimmten Tag eingegangen ist und seither unver\u00e4ndert blieb, verl\u00e4sst dieses Patt. Die andere Seite argumentiert mit Erinnerungen.<\/p>\n<h3>Der Unterschied zwischen \u201eich habe gepr\u00fcft&#8221; und \u201eich kann es belegen&#8221;<\/h3>\n<p>Zwischen beiden S\u00e4tzen liegt der Ausgang des Verfahrens. Die folgende Aufstellung zeigt f\u00fcr jeden Pr\u00fcfschritt, was ohne Sicherung davon \u00fcbrig bleibt und was als Nachweis tr\u00e4gt:<\/p>\n<div style=\"overflow-x: auto; margin: 24px 0; border-radius: 8px; border: 1px solid #e8e6f0;\">\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; line-height: 1.5; min-width: 600px;\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Pr\u00fcfschritt<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Quelle<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Was ohne Sicherung bleibt<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Was als Nachweis tr\u00e4gt<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zulassung des B\u00fcrgen<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">BaFin-Unternehmensdatenbank, EIOPA-Register<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Ein Screenshot in einem Ordner, ohne belegbares Datum<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zertifizierte Erfassung der Trefferseite mit Zeitstempel und Adresse<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Best\u00e4tigung durch den B\u00fcrgen<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Telefonat und Antwortschreiben<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Aktenvermerk mit dem Namen der Person, die man erreicht hat<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zertifizierte E-Mail oder zertifiziertes Antwortschreiben mit belegtem Eingang<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Empfangenes Dokument<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">E-Mail-Anhang<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">PDF-Datei, jederzeit ersetzbar, Systemdatum ohne Beweiswert<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zertifiziertes Dokument mit unver\u00e4nderlichem Pr\u00fcfwert und Datum<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">\u00dcbergabe des Originals<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Posteingang, Empfangsbest\u00e4tigung<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Eingangsstempel auf der Papierakte<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zertifizierte Aufnahme der \u00fcbergebenen Urkunde am Eingangstag<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Inhaltlicher Abgleich<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Vertrag und Vergabeunterlagen<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Pr\u00fcfvermerk ohne nachweisbaren Zeitpunkt<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Datierter Pr\u00fcfvermerk, zusammen mit den gepr\u00fcften Unterlagen versiegelt<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Der Aufwand f\u00fcr die rechte Spalte ist geringer, als er aussieht, weil er in dem Moment anf\u00e4llt, in dem die Pr\u00fcfung ohnehin stattfindet. Der Aufwand f\u00fcr die mittlere Spalte f\u00e4llt Monate sp\u00e4ter an, unter Zeitdruck und mit ungewissem Ausgang. Unternehmen und Vergabestellen setzen TrueScreen deshalb ein, um Datum und Inhalt eines Dokuments in dem Augenblick festzuhalten, in dem sie es entgegennehmen, und nicht erst dann, wenn die Rekonstruktion nicht mehr gelingt.<\/p>\n<h2>Was auf dem Spiel steht, wenn eine gef\u00e4lschte Sicherheit akzeptiert wird<\/h2>\n<p>Wird eine gef\u00e4lschte B\u00fcrgschaft angenommen, fehlt die Sicherheit r\u00fcckwirkend und vollst\u00e4ndig. Es gibt keinen B\u00fcrgen, der in Anspruch genommen werden k\u00f6nnte, und die Forderung besteht nur noch gegen einen Auftragnehmer, der die F\u00e4lschung gerade deshalb eingereicht hat, weil er die Sicherheit anderweitig nicht bekam.<\/p>\n<h3>Folgen f\u00fcr Zuschlag und Vertrag<\/h3>\n<p>F\u00fcr den Auftraggeber verschiebt sich die Frage sofort auf die Ebene des Vertrags. Eine nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bgb\/__232.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 232 BGB<\/a> geschuldete Sicherheitsleistung ist nicht erbracht, wenn der gestellte B\u00fcrge nicht existiert oder nach \u00a7 239 BGB nicht tauglich ist. In Vergabeverfahren kommt hinzu, dass die Vorlage einer gef\u00e4lschten Urkunde regelm\u00e4\u00dfig als schwere Verfehlung gewertet wird, die die Zuverl\u00e4ssigkeit des Bieters betrifft und einen Ausschluss tr\u00e4gt. Ist der Zuschlag bereits erteilt, folgen K\u00fcndigung, R\u00fcckabwicklung und Schadenersatz, je nach Fall auch die Anfechtung wegen arglistiger T\u00e4uschung. Strafrechtlich tritt neben die Urkundenf\u00e4lschung der <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__263.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betrug nach \u00a7 263 StGB<\/a>. F\u00fcr die Wiederbeschaffung des Geldes hilft das wenig: Ein Strafverfahren ersetzt keine werthaltige Sicherheit.<\/p>\n<h3>Wer haftet, wenn niemand die Pr\u00fcfung dokumentiert hat<\/h3>\n<p>Innerhalb der eigenen Organisation l\u00e4uft die Aufarbeitung stets auf dieselbe Frage hinaus: Wurde gepr\u00fcft, und l\u00e4sst sich das zeigen? F\u00fcr die handelnden Personen entscheidet die Antwort dar\u00fcber, ob es bei einem Verm\u00f6gensschaden bleibt oder ob zus\u00e4tzlich eine Pflichtverletzung vorgeworfen wird. Bei \u00f6ffentlichen Auftraggebern kommen haushaltsrechtliche Folgen hinzu, bei Unternehmen die Sorgfaltspflichten der Gesch\u00e4ftsleitung.<\/p>\n<p>Ein Pr\u00fcfvermerk in der Akte hilft hier nur begrenzt, weil er selbst nachtr\u00e4glich erstellt sein kann. Belastbar wird die Entlastung erst durch eine <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/digitale-beweiskette-chain-of-custody-schutz-beweise\/\">l\u00fcckenlose digitale Beweiskette<\/a>, die den Pr\u00fcfvorgang mit Zeitpunkt und Inhalt an das gepr\u00fcfte Dokument bindet.<\/p>\n<h2>Welcher Nachweis bleibt von Ihrer Pr\u00fcfung \u00fcbrig?<\/h2>\n<p>TrueScreen ist die Data Authenticity Platform, mit der Vergabestellen und Einkaufsabteilungen den Eingang einer B\u00fcrgschaftsurkunde beweissicher festhalten: das empfangene Dokument, die E-Mail, mit der es \u00fcbermittelt wurde, und die Registerseite, die im Moment der Abfrage auf dem Bildschirm stand. Erfasst wird nach forensischer Methodik unmittelbar an der Quelle, die Daten werden auf Unversehrtheit gepr\u00fcft und anschlie\u00dfend mit einem qualifizierten Zeitstempel und einem elektronischen Siegel versehen, die \u00fcber einen in TrueScreen integrierten qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter angebracht werden. Nach Artikel 41 Absatz 2 der <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX%3A32014R0910\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eIDAS-Verordnung 910\/2014<\/a> gilt f\u00fcr einen qualifizierten Zeitstempel die Vermutung der Richtigkeit von Datum und Uhrzeit sowie der Unversehrtheit der damit verbundenen Daten. Aus einem Ordner mit austauschbaren Dateien wird auf diese Weise ein datierter Bestand, der auch dann noch tr\u00e4gt, wenn die Gegenseite Monate sp\u00e4ter eine abweichende Fassung vorlegt.<\/p>\n<p>Am Ablauf im Vergabereferat \u00e4ndert sich dabei wenig. Die Registerabfrage wird \u00fcber den Browser oder die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/app\/\">Mobile App<\/a> erfasst, statt als Bildschirmfoto abgelegt zu werden. Das Anschreiben mit der B\u00fcrgschaft wird \u00fcber die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/e-mail-zertifizierung\/\">Zertifizierung von E-Mails<\/a> gesichert, sodass Absender, Zeitpunkt und Anhang gemeinsam belegt bleiben, und das \u00fcbergebene Original wird am Eingangstag aufgenommen und mit dem Pr\u00fcfvermerk verbunden. F\u00fcr ein durchg\u00e4ngig <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/anwendungsfall\/zertifiziertes-vergabe-und-vertragswesen-digitaler\/\">zertifiziertes Vergabe- und Vertragswesen<\/a> lassen sich diese Schritte \u00fcber die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/plattform\/\">Plattform<\/a> an die eigenen Fachverfahren anbinden. Dass bei Dokumenten vom <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/elektronisches-siegel-vs-digitale-signatur\/\">elektronischen Siegel und nicht von einer digitalen Signatur<\/a> die Rede ist, hat einen einfachen Grund: Hier unterzeichnet keine Person, hier werden Integrit\u00e4t und Herkunft einer Datei best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Wie das im Alltag aussieht, zeigt ein typischer Fall. Eine Vergabestelle nimmt am Tag des Fristablaufs die Vertragserf\u00fcllungsb\u00fcrgschaft eines Bieters entgegen, pr\u00fcft die Zulassung des Kautionsversicherers und akzeptiert das Dokument. Vier Monate sp\u00e4ter bestreitet der Versicherer die Urkunde, und der Bieter erkl\u00e4rt, er habe eine andere Fassung geschickt. Ist der Vorgang zertifiziert, ist in wenigen Minuten gekl\u00e4rt, welche Datei an jenem Tag eingegangen ist und was das Register damals auswies. Fehlt die Zertifizierung, beginnt die Suche in Postf\u00e4chern, und die Beweislage h\u00e4ngt daran, was sich nachtr\u00e4glich noch rekonstruieren l\u00e4sst.<\/p>\n<section class=\"faq faq-truescreen\" aria-labelledby=\"faq-title\">\n<h2 id=\"faq-title\">H\u00e4ufige Fragen<\/h2>\n<div class=\"faq-list\">\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Ist eine B\u00fcrgschaft nur im Original g\u00fcltig?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>F\u00fcr die G\u00fcltigkeit des B\u00fcrgschaftsvertrags verlangt \u00a7 766 BGB die schriftliche Erteilung der B\u00fcrgschaftserkl\u00e4rung; Satz 2 schlie\u00dft die elektronische Form ausdr\u00fccklich aus. Eine per E-Mail \u00fcbersandte PDF-Fassung ist deshalb keine wirksame B\u00fcrgschaftserkl\u00e4rung, sondern eine Ank\u00fcndigung. Wirksam wird die Sicherheit erst, wenn die vom B\u00fcrgen unterzeichnete Urkunde im Original \u00fcbergeben wird. Wer nur eine Kopie zur Akte nimmt, hat die vereinbarte Sicherheit formal nicht erhalten.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Was wird bei einer B\u00fcrgschaft gepr\u00fcft?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Gepr\u00fcft werden drei Dinge: ob der genannte B\u00fcrge in Deutschland zum B\u00fcrgschaftsgesch\u00e4ft zugelassen ist, ob er die konkrete B\u00fcrgschaft best\u00e4tigt, und ob der Inhalt der Urkunde zum Vertrag passt. Die Zulassung l\u00e4sst sich in der Unternehmensdatenbank der BaFin nachsehen, bei Kautionsversicherern zus\u00e4tzlich anhand der Sparte Kaution nach Nummer 15 der Anlage 1 zum VAG. Die Best\u00e4tigung wird ausschlie\u00dflich \u00fcber selbst recherchierte Kontaktdaten eingeholt, nie \u00fcber die Angaben auf der Urkunde.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Wann ist eine B\u00fcrgschaft unwirksam?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Unwirksam ist eine B\u00fcrgschaft vor allem bei einem Formmangel nach \u00a7 766 BGB, bei fehlender Vertretungsmacht der unterzeichnenden Person und bei gef\u00e4lschter Unterschrift, weil dann gar kein B\u00fcrgschaftsvertrag zustande kommt. Hinzu kommen F\u00e4lle unwirksamer Sicherungsabreden: Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine formularm\u00e4\u00dfig verlangte B\u00fcrgschaft auf erstes Anfordern in Bauvertr\u00e4gen unwirksam, ebenso eine Sicherungsabrede, die den Auftragnehmer unangemessen \u00fcbersichert.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Woher wei\u00df ich, ob ich eine B\u00fcrgschaft habe?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Ein zentrales B\u00fcrgschaftsregister gibt es in Deutschland nicht. Verl\u00e4sslich Auskunft geben nur zwei Quellen: die eigene Vertragsakte, in der die Urkunde im Original liegen muss, und der B\u00fcrge selbst, der anhand von Urkundennummer und Hauptschuldner best\u00e4tigen kann, ob die Verpflichtung bei ihm gef\u00fchrt wird. Die Unternehmensdatenbank der BaFin weist nur beaufsichtigte Unternehmen aus, keine einzelnen B\u00fcrgschaften.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Was ist der Unterschied zwischen Vertragserf\u00fcllungsb\u00fcrgschaft und Gew\u00e4hrleistungsb\u00fcrgschaft?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Die Vertragserf\u00fcllungsb\u00fcrgschaft sichert die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Ausf\u00fchrung bis zur Abnahme und liegt in der Baupraxis \u00fcblicherweise bei rund zehn Prozent der Nettoauftragssumme. Die Gew\u00e4hrleistungsb\u00fcrgschaft sichert danach die M\u00e4ngelanspr\u00fcche w\u00e4hrend der Verj\u00e4hrungsfrist und betr\u00e4gt typischerweise etwa die H\u00e4lfte. Beide beruhen auf \u00a7 17 VOB\/B beziehungsweise auf der vertraglichen Sicherungsabrede und l\u00f6sen einander zum Zeitpunkt der Abnahme ab.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Wie bewahre ich den Nachweis auf, dass ich eine B\u00fcrgschaftsurkunde gepr\u00fcft habe?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Eine Datei im Ordner und ein Screenshot der Registerabfrage gen\u00fcgen nicht, weil beide nachtr\u00e4glich ver\u00e4nderbar sind und ihr Systemdatum keinen Beweiswert hat. N\u00f6tig ist eine Zertifizierung, die Inhalt und Zeitpunkt im Moment der Pr\u00fcfung festh\u00e4lt: das empfangene Dokument, die Nachricht, mit der es kam, und die Registerseite. TrueScreen erfasst diese Elemente an der Quelle und versieht sie \u00fcber einen integrierten qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter mit Zeitstempel und elektronischem Siegel, sodass der Nachweis auch Monate sp\u00e4ter Bestand hat.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<div class=\"tsa-cta-card\">\n<div class=\"tsa-cta-copy\">\n<h2>Sichern Sie, was Sie erhalten, bevor jemand es bestreitet<\/h2>\n<p>TrueScreen fixiert Inhalt und Zeitpunkt der Dokumente, Seiten und Nachrichten, die bei Ihnen eingehen, damit eine Pr\u00fcfung von vor Monaten belegbar bleibt.<\/p>\n<p><a class=\"tsa-btn tsa-btn-primary\" href=\"https:\/\/portal.truescreen.io\/signin\/\">Jetzt starten<\/a><br \/>\n<a class=\"tsa-btn tsa-btn-secondary\" href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/kontakt\/\">Demo anfragen<\/a>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta-media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/truescreen.io\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Mobile-Header.png\" alt=\"TrueScreen\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"600\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"featured_media":58103,"template":"","class_list":["post-58101","artikel","type-artikel","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/58101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/artikel"}],"about":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/artikel"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}