{"id":58018,"date":"2026-08-15T02:11:07","date_gmt":"2026-08-15T00:11:07","guid":{"rendered":"https:\/\/truescreen.io\/artikel\/digitaler-produktpass-lieferkettennachweise\/"},"modified":"2026-08-15T02:11:07","modified_gmt":"2026-08-15T00:11:07","slug":"digitaler-produktpass-lieferkettennachweise","status":"publish","type":"artikel","link":"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/digitaler-produktpass-lieferkettennachweise\/","title":{"rendered":"Digitaler Produktpass: belastbare Nachweise aus der Lieferkette"},"content":{"rendered":"<div class=\"tsa-hero\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<h1>Digitaler Produktpass: belastbare Nachweise aus der Lieferkette<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-body\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<p class=\"ts-content-date\" style=\"font-size:14px;color:#52525b;margin:0 0 20px;\">Ver\u00f6ffentlicht am 15. August 2026<\/p>\n<p>In den Planungen vieler Industrieunternehmen ist der digitale Produktpass bislang vor allem ein IT-Vorhaben: ein Datenmodell, eine Schnittstelle zum PLM-System, ein QR-Code auf dem Typenschild. Sobald die ersten Datenfelder bef\u00fcllt werden m\u00fcssen, verschiebt sich das Problem jedoch sp\u00fcrbar, denn die geforderten Angaben zu Materialherkunft, Rezyklatanteil oder Umweltleistung entstehen nicht im eigenen Werk, sondern bei Lieferanten der zweiten und dritten Ebene. Was von dort zur\u00fcckkommt, sind Produktionsfotos, Pr\u00fcfberichte als PDF und Lieferantenerkl\u00e4rungen: Dateien also, die sich jederzeit ver\u00e4ndern lassen und deren Entstehungszeitpunkt niemand belegen muss.<\/p>\n<p>Damit stellt sich eine Frage, die in kaum einem DPP-Projektplan auftaucht: Woher wissen Sie, dass die Angaben, die Sie unter Ihrem Namen ver\u00f6ffentlichen, tats\u00e4chlich stimmen? Ein digitaler Produktpass ist nur so belastbar wie die Nachweise, die ihn speisen. Sind diese nicht \u00fcberpr\u00fcfbar, vervielfacht der Pass Streitf\u00e4lle, statt Vertrauen zu schaffen, weil er jede ungepr\u00fcfte Angabe \u00f6ffentlich, dauerhaft und maschinenlesbar macht.<\/p>\n<p>Der digitale Produktpass (Digital Product Passport, kurz DPP) ist ein produktbezogener Datensatz, den die ESPR-Verordnung (EU) 2024\/1781 vorschreibt. Er macht Angaben zu Materialzusammensetzung, Herkunft, Reparierbarkeit und Umweltleistung eines Produkts \u00fcber einen Datentr\u00e4ger wie einen QR-Code zug\u00e4nglich, und zwar f\u00fcr Beh\u00f6rden, Gesch\u00e4ftskunden und Verbraucher \u00fcber den gesamten Lebenszyklus hinweg. Welche Datenpunkte ein konkretes Produkt tragen muss, legt nicht die Verordnung selbst fest, sondern der delegierte Rechtsakt der jeweiligen Produktgruppe; verbindlich terminiert ist bislang allein der Batteriepass ab dem 18. Februar 2027. Registriert wird der Pass durch den Wirtschaftsakteur, der das Produkt auf dem EU-Markt in Verkehr bringt, und dieser haftet auch f\u00fcr dessen Inhalt. Daraus entsteht die eigentliche Schwierigkeit: Ein erheblicher Teil der Pflichtangaben stammt aus vorgelagerten Stufen der Lieferkette, und die Verordnung schreibt an keiner Stelle vor, wie deren Richtigkeit zu belegen ist.<\/p>\n<p>Die Antwort auf das Nachweisproblem liegt deshalb nicht im Pass selbst, sondern eine Stufe davor: Die Nachweise m\u00fcssen am Ursprung zertifiziert werden, bevor sie in den Produktpass gelangen.<\/p>\n<h2>Was die ESPR-Verordnung verlangt und welche Daten in den Produktpass geh\u00f6ren<\/h2>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/eli\/reg\/2024\/1781\/oj\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verordnung (EU) 2024\/1781<\/a> schafft den Rahmen f\u00fcr das \u00d6kodesign nachhaltiger Produkte, ist seit dem 18. Juli 2024 in Kraft und l\u00f6st die fr\u00fchere \u00d6kodesign-Richtlinie ab, die sich auf energieverbrauchsrelevante Ger\u00e4te beschr\u00e4nkte. Sie erm\u00e4chtigt die Kommission, f\u00fcr nahezu jede Produktgruppe Anforderungen an Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Rezyklatanteil, Ressourceneffizienz und an die Information der Nutzer festzulegen, und sie f\u00fchrt den digitalen Produktpass als verbindliches Instrument ein. Welche Datenpunkte ein einzelnes Produkt tragen muss, regelt die \u00d6kodesign-Verordnung jedoch nicht selbst: Das \u00fcbernehmen delegierte Rechtsakte, die je Produktgruppe erlassen werden und jeweils eigene Fristen mitbringen. F\u00fcr die Planung im Unternehmen folgt daraus eine einfache Unterscheidung: Dass ein Produktpass kommt, steht dem Grunde nach fest, w\u00e4hrend sich Umfang und Termin erst aus dem delegierten Rechtsakt der eigenen Produktgruppe ergeben, der f\u00fcr die vorrangigen Kategorien bereits vorbereitet wird.<\/p>\n<h3>Anwendungsbereich, delegierte Rechtsakte und europ\u00e4isches Register<\/h3>\n<p>Betroffen sind praktisch alle physischen Waren, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, einschlie\u00dflich Bauteilen und Zwischenprodukten. Wer also Komponenten liefert, f\u00e4llt ebenso unter die Pflicht wie der Hersteller des Endprodukts, sobald der zust\u00e4ndige delegierte Rechtsakt greift.<\/p>\n<p>Welche Produktgruppen zuerst an der Reihe sind, hat die Europ\u00e4ische Kommission mit dem <a href=\"https:\/\/single-market-economy.ec.europa.eu\/single-market\/digital-product-passport_en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ESPR-Arbeitsplan 2025 bis 2030<\/a> im April 2025 festgelegt: Eisen und Stahl, Aluminium, Textilien und Bekleidung, M\u00f6bel, Matratzen, Reifen sowie Elektronik gelten als vorrangig. Auf die Frage \u201edigitaler Produktpass ab wann\u201c gibt es deshalb keine einzelne Antwort: Ein gemeinsames Startdatum existiert nicht, die Pflichten kommen gestaffelt.<\/p>\n<div style=\"overflow-x: auto; margin: 24px 0; border-radius: 8px; border: 1px solid #e8e6f0;\">\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; line-height: 1.5; min-width: 600px;\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Produktgruppe<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Zeitpunkt<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Batterien f\u00fcr Elektrofahrzeuge, leichte Verkehrsmittel und Industriebatterien \u00fcber 2 kWh<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">18. Februar 2027, verbindlich festgelegt<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Textilien und Bekleidung<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">2028 bis 2029, erwartet<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Elektronik<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">2028 bis 2029, erwartet<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">M\u00f6bel und Bauprodukte<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">ab 2030, erwartet<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Verbindlich ist bislang allein der Termin f\u00fcr Batterien; die \u00fcbrigen Angaben sind die erwartete Staffelung, kein beschlossener Fristenplan.<\/p>\n<p>Die Infrastruktur dahinter steht bereits. Mit der <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/eli\/reg_impl\/2026\/1778\/oj\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2026\/1778<\/a>, angenommen am 16. Juli 2026 und tags darauf im Amtsblatt ver\u00f6ffentlicht, hat die Kommission das europ\u00e4ische Produktpass-Register geregelt und am 20. Juli 2026 ge\u00f6ffnet; in Kraft getreten ist die Verordnung am 6. August 2026. Zwei Regelungen daraus haben unmittelbare Folgen f\u00fcr die Praxis: Jeder Wirtschaftsakteur muss vor der Registrierung eines Produktpasses eine Identit\u00e4tspr\u00fcfung abschlie\u00dfen, und die Zollbeh\u00f6rden erhalten direkten Zugang zum Register. Der Pass ist damit kein Marketinginstrument, sondern ein Kontrollgegenstand.<\/p>\n<h3>Was im digitalen Produktpass stehen muss<\/h3>\n<p>Die konkreten Pflichtfelder ergeben sich aus dem jeweiligen delegierten Rechtsakt, die Kategorien sind jedoch \u00fcber alle Produktgruppen hinweg vergleichbar. Der digitale Produktpass enth\u00e4lt in aller Regel:<\/p>\n<ul>\n<li>eindeutige Produkt-, Betreiber- und Anlagenkennungen<\/li>\n<li>Angaben zum verantwortlichen Wirtschaftsakteur<\/li>\n<li>Materialzusammensetzung und Herkunft der eingesetzten Stoffe<\/li>\n<li>Angaben zu besorgniserregenden Stoffen<\/li>\n<li>Reparierbarkeit, Ersatzteile und Wartungshinweise<\/li>\n<li>Umweltleistung \u00fcber den Lebenszyklus<\/li>\n<li>Hinweise zu Wiederverwendung, Aufarbeitung und Recycling<\/li>\n<li>Verweise auf Konformit\u00e4tserkl\u00e4rungen und technische Dokumentation<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auff\u00e4llig ist, was in dieser Aufz\u00e4hlung fehlt: eine Pflicht, die Richtigkeit der Angaben zu belegen. Die Verordnung regelt, welche Daten ver\u00f6ffentlicht werden, nicht, wie deren Ursprung nachgewiesen wird. Genau in dieser L\u00fccke entsteht das Risiko f\u00fcr den Wirtschaftsakteur, der den Pass registriert.<\/p>\n<h3>Der Batteriepass als erste Bew\u00e4hrungsprobe<\/h3>\n<p>Ab dem 18. Februar 2027 m\u00fcssen Batterien f\u00fcr Elektrofahrzeuge, f\u00fcr leichte Verkehrsmittel sowie Industriebatterien \u00fcber 2 kWh, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, einen \u00fcber QR-Code zug\u00e4nglichen digitalen Produktpass besitzen. Grundlage ist die <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/eli\/reg\/2023\/1542\/oj\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verordnung (EU) 2023\/1542<\/a>. Ohne registrierten Produktpass darf eine betroffene Batterie in der EU nicht rechtm\u00e4\u00dfig verkauft werden, der Pass wird also zur Marktzugangsvoraussetzung.<\/p>\n<p>F\u00fcr Hersteller bedeutet das eine harte Probe auf die eigene Lieferkettentransparenz. Angaben wie der Anteil an rezykliertem Kobalt oder Lithium stammen aus Vorstufen, die der Batteriehersteller nie selbst betreten hat. Er haftet trotzdem f\u00fcr das, was im Pass steht.<\/p>\n<h2>Warum Lieferkettennachweise heute nicht belastbar sind<\/h2>\n<p>Lieferkettennachweise sind heute deshalb nicht belastbar, weil sie als gew\u00f6hnliche Dateien durch die Kette wandern: Ein Foto, ein PDF oder eine Erkl\u00e4rung l\u00e4sst sich nach der Erstellung ver\u00e4ndern, und niemand kann sp\u00e4ter zweifelsfrei sagen, wann und wo der Inhalt entstanden ist. Wie gro\u00df die L\u00fccke zwischen Behauptung und Beleg dadurch ausf\u00e4llt, hat die Europ\u00e4ische Kommission bereits 2020 gemessen: Von 150 untersuchten Umweltaussagen waren <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_23_1692\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">53,3 Prozent vage, irref\u00fchrend oder unbegr\u00fcndet, 40 Prozent \u00fcberhaupt nicht belegt<\/a>. Diese Aussagen standen auf Verpackungen und Websites, also in einem Umfeld ohne Registrierungspflicht und ohne Zollzugriff. Der digitale Produktpass \u00fcberf\u00fchrt dieselben Angaben in ein maschinenlesbares, \u00f6ffentlich abfragbares und dauerhaft gespeichertes Format. Ungepr\u00fcfte Daten verschwinden dort nicht, sie werden auffindbar, vergleichbar und damit angreifbar. Greenwashing wird durch den Pass nicht beseitigt, sondern verlagert: von der Werbeaussage in den maschinell auswertbaren Datensatz, auf den auch die Markt\u00fcberwachung zugreift.<\/p>\n<h3>Produktionsfotos, Pr\u00fcfberichte und Lieferantenerkl\u00e4rungen<\/h3>\n<p>Die drei Nachweisarten, die den Pass tats\u00e4chlich speisen, teilen dieselbe Schw\u00e4che. Ein Produktionsfoto belegt f\u00fcr sich genommen weder, wo es aufgenommen wurde, noch wann; die Metadaten einer Bilddatei lassen sich mit frei verf\u00fcgbaren Werkzeugen in Minuten \u00e4ndern. Ein Pr\u00fcfbericht als PDF ist dann aussagekr\u00e4ftig, wenn Datenintegrit\u00e4t und R\u00fcckverfolgbarkeit im Labor selbst geregelt sind, wie es die Anforderungen an <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/iso-17025-datenintegritaet-labor\/\">Datenintegrit\u00e4t nach ISO\/IEC 17025<\/a> verlangen; kommt der Bericht dagegen als Anhang einer E-Mail aus einem Werk in \u00dcbersee, endet die Kontrolle beim Absender. Und eine Lieferantenerkl\u00e4rung ist genau das, was ihr Name sagt: eine Erkl\u00e4rung. Als Lieferantennachweis hat sie damit den Rang einer Zusicherung, nicht den eines Belegs.<\/p>\n<p>Dasselbe gilt f\u00fcr Inspektionen vor Ort, wo der Wert des Ergebnisses davon abh\u00e4ngt, wie die Feststellungen dokumentiert werden, ein Punkt, den die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/iso-17020-2026-inspektionsnachweise\/\">Anforderungen an Inspektionsnachweise nach ISO\/IEC 17020:2026<\/a> ausdr\u00fccklich aufgreifen. Wer Berichte und Messprotokolle sammelt, ohne deren Entstehung abzusichern, hat ein Archiv und keine Beweislage.<\/p>\n<h3>Die Kette wird l\u00e4nger, die Verantwortung bleibt beim Inverkehrbringer<\/h3>\n<p>Je tiefer die Lieferkette reicht, desto weiter entfernt sich die Datenquelle von demjenigen, der haftet. Der Wirtschaftsakteur, der das Produkt in Verkehr bringt, registriert den Pass und tr\u00e4gt die Verantwortung f\u00fcr dessen Inhalt, auch wenn die Angabe drei Stufen weiter unten entstanden ist. Das Lieferkettengesetz (LkSG) hat diese Logik in Deutschland bereits einge\u00fcbt: Sorgfaltspflichten enden nicht am eigenen Werkstor, und die Dokumentation muss die Pr\u00fcfung durch eine Beh\u00f6rde \u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Wie schnell R\u00fcckverfolgbarkeit auf dem Papier auseinanderf\u00e4llt, zeigt sich in Branchen, die den Herkunftsnachweis seit Jahren f\u00fchren m\u00fcssen. Die Erfahrungen mit der <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/rueckverfolgbarkeit-lebensmittel-falsches-made-in-italy\/\">R\u00fcckverfolgbarkeit in der Lebensmittelkette<\/a> sind hier aufschlussreich: Dokumentierte Lieferbeziehungen und tats\u00e4chliche Warenstr\u00f6me fallen regelm\u00e4\u00dfig auseinander, sobald jemand ernsthaft nachfragt.<\/p>\n<h2>Was einen Lieferkettennachweis \u00fcberpr\u00fcfbar macht<\/h2>\n<p>Ein Lieferkettennachweis ist \u00fcberpr\u00fcfbar, wenn er drei Bedingungen zugleich erf\u00fcllt: nachweisbare Herkunft, sicheres Datum und belegbare Integrit\u00e4t. Fehlt eine davon, bleibt er eine Behauptung mit Dateianhang. Die Anforderungen sind fachlich seit Langem beschrieben, etwa in ISO\/IEC 27037 f\u00fcr die Sicherung digitaler Beweismittel, und sie decken sich mit dem, was ein Gericht im Rahmen der freien Beweisw\u00fcrdigung nach \u00a7 286 ZPO tats\u00e4chlich pr\u00fcft. F\u00fcr elektronische Dokumente sieht \u00a7 371a ZPO zudem eine gesetzliche Vermutung der Echtheit vor, sofern die Signatur- oder Siegelpr\u00fcfung positiv ausf\u00e4llt. Der praktische Unterschied ist erheblich: Ein Nachweis, dessen Herkunft und Unver\u00e4ndertheit technisch belegt sind, muss nicht m\u00fchsam rekonstruiert werden, sondern l\u00e4sst sich pr\u00fcfen. F\u00fcr die Lieferkettentransparenz hei\u00dft das, dass nicht die Menge der gesammelten Unterlagen \u00fcber die Beweislage entscheidet, sondern die Frage, ob sich f\u00fcr jede einzelne Datei Herkunft, Zeitpunkt und Unver\u00e4ndertheit ohne Mitwirkung des Lieferanten nachvollziehen lassen.<\/p>\n<h3>Herkunft, sicheres Datum und Integrit\u00e4t<\/h3>\n<p>Herkunft hei\u00dft, dass belegt ist, mit welchem Ger\u00e4t, an welchem Ort und durch wen ein Nachweis entstanden ist. Ein sicheres Datum liegt vor, wenn der Entstehungszeitpunkt aus einer unabh\u00e4ngigen Quelle stammt statt aus der Systemuhr eines Notebooks und als Zeitstempel fest mit dem Inhalt verbunden wird. Und Integrit\u00e4t bedeutet schlicht, dass jede sp\u00e4tere Ver\u00e4nderung der Datei erkennbar bleibt, weil ein digitales Siegel den urspr\u00fcnglichen Zustand festh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Diese drei Eigenschaften sind europ\u00e4isch verankert: Die eIDAS-Verordnung und ihre Weiterentwicklung regeln, welche Rechtswirkung <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/eidas-2-qualifizierte-elektronische-siegel-unternehmen\/\">elektronische Siegel und Zeitstempel<\/a> in der Union entfalten, und zwar unabh\u00e4ngig davon, in welchem Mitgliedstaat der Nachweis sp\u00e4ter vorgelegt wird. F\u00fcr eine Lieferkette \u00fcber mehrere L\u00e4nder ist genau das entscheidend.<\/p>\n<h3>Erkl\u00e4rter Nachweis gegen am Ursprung zertifizierten Nachweis<\/h3>\n<div style=\"overflow-x: auto; margin: 24px 0; border-radius: 8px; border: 1px solid #e8e6f0;\">\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; line-height: 1.5; min-width: 600px;\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Kriterium<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Erkl\u00e4rter Nachweis<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Am Ursprung zertifizierter Nachweis<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Herkunft<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Wird vom Lieferanten zugesichert<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Wird bei der Erfassung technisch festgehalten<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Datum<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Metadaten der Datei, ver\u00e4nderbar<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zeitstempel aus unabh\u00e4ngiger Quelle<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Integrit\u00e4t<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Nicht \u00fcberpr\u00fcfbar<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Digitales Siegel macht jede \u00c4nderung erkennbar<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Pr\u00fcfung im Streitfall<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Rekonstruktion \u00fcber Zeugen und Dokumente<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Technische Verifikation der Datei<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Beweislast<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Liegt beim Wirtschaftsakteur<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Wird durch den Nachweis selbst getragen<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Aufwand nach Jahren<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Steigt mit jedem Personalwechsel<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Bleibt konstant<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Unternehmen setzen TrueScreen ein, um Abnahmefotos und Screenshots aus Lieferantenportalen bereits in zertifizierter Form zu erfassen, sodass die sp\u00e4ter in den Produktpass \u00fcbernommene Angabe auf einem datierten und unver\u00e4nderten Nachweis beruht.<\/p>\n<h2>Was ein Streitfall kostet: Audits, Green Claims und CSRD<\/h2>\n<p>Ein Streitfall kostet vor allem Zeit, und dieser Aufwand entsteht nicht bei der Erfassung eines Nachweises, sondern bei der sp\u00e4teren Nachfrage. Wer eine Angabe aus dem digitalen Produktpass belegen soll, muss den zugeh\u00f6rigen Vorgang rekonstruieren: den Lieferanten anschreiben, die Charge zuordnen, das Pr\u00fcfprotokoll aus dem Archiv holen und diejenigen befragen, die den Vorgang seinerzeit begleitet haben. Je \u00e4lter der Vorgang, desto l\u00e4nger zieht sich das hin, und mit jedem Personalwechsel auf Lieferantenseite wird die Rekonstruktion unsicherer. Die Zahl solcher Nachfragen nimmt zu, weil mehrere Regelwerke gleichzeitig Belege verlangen: die Richtlinie zur St\u00e4rkung der Verbraucher f\u00fcr den \u00f6kologischen Wandel, die CSRD-Berichterstattung mit ihrer externen Pr\u00fcfpflicht und die Markt\u00fcberwachung, die \u00fcber das europ\u00e4ische Register unmittelbar auf den Pass zugreift. Am Ende z\u00e4hlt nicht, wer am meisten dokumentiert, sondern wer seine Unterlagen so festh\u00e4lt, dass Herkunft und Datum ohne R\u00fcckfragen beim Lieferanten pr\u00fcfbar bleiben.<\/p>\n<p>Konkret gilt ab dem 27. September 2026 die <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/eli\/dir\/2024\/825\/oj\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Richtlinie (EU) 2024\/825<\/a>. Sie verbietet pauschale Umweltaussagen sowie Klimaneutralit\u00e4tsaussagen, die auf Kompensation au\u00dferhalb der Wertsch\u00f6pfungskette beruhen, und verlangt f\u00fcr k\u00fcnftige Umweltaussagen und Nachhaltigkeitskennzeichen die Pr\u00fcfung durch einen Dritten. Eine \u00dcbergangsfrist gibt es nicht, ein Abverkaufsfenster f\u00fcr Restbest\u00e4nde ebenso wenig.<\/p>\n<p>Bei der CSRD-Berichterstattung wiederum ist eine externe Pr\u00fcfung der berichteten Daten vorgeschrieben. Damit verschiebt sich die Aufgabe vom Erheben eines Wertes zum Nachweisen dieses Wertes, und zwar gegen\u00fcber einem Pr\u00fcfer, der Belege sehen will und keine Tabellen.<\/p>\n<p>Offen ist bislang nur die Green Claims Richtlinie, die vereinheitlichen w\u00fcrde, wie eine Umweltaussage zu belegen ist: Ihr Gesetzgebungsverfahren ruht seit Juni 2025. Wer darauf wartet, verschiebt allerdings nur den Zeitpunkt, zu dem er dieselben Belege beibringen muss.<\/p>\n<p>Hinzu kommen die Kundenaudits, die in der Kreislaufwirtschaft ohnehin zunehmen. Betrifft eine Beanstandung einen Nachweis, der Jahre zuvor entstanden ist, verk\u00fcrzt eine an der Quelle zertifizierte Datei die Beweisf\u00fchrung von einer Dokumentenrecherche auf eine technische Pr\u00fcfung.<\/p>\n<div class=\"ts-feature-banner\" style=\"margin: 40px 0; padding: 0; background-color: #f8f7fd; border-radius: 12px; display: flex; overflow: hidden; border: 1px solid rgba(0,0,0,0.06);\">\n<div style=\"width: 160px; min-height: 140px; flex-shrink: 0; overflow: hidden;\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/truescreen.io\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/preview-image-website.png\" alt=\"TrueScreen Plattform f\u00fcr Erfassung und Zertifizierung\" style=\"width: 100%; height: 100%; object-fit: cover;\" \/>\n  <\/div>\n<div style=\"padding: 20px 24px; flex: 1; display: flex; flex-direction: column; justify-content: center;\">\n<p style=\"font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 12px; font-weight: 600; color: #7c6bc4; text-transform: uppercase; letter-spacing: 0.5px; margin: 0 0 6px 0;\">Funktion<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Raleway', sans-serif; font-size: 17px; font-weight: 700; color: #1a1a2e; margin: 0 0 6px 0; line-height: 1.3;\">Die TrueScreen Plattform f\u00fcr Erfassung und Zertifizierung<\/p>\n<p style=\"font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; color: #555; margin: 0 0 12px 0; line-height: 1.4;\">Mit TrueScreen entstehen Pr\u00fcffotos, Lieferantenportal-Aufnahmen und Lieferkettendokumente von Anfang an datiert und unver\u00e4ndert nachweisbar.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/truescreen-2\/\" style=\"font-family: &#039;DM Sans&#039;, sans-serif; font-size: 14px; font-weight: 600; color: #007afe; text-decoration: none; display: inline-block;\">Mehr erfahren &#8594;<\/a>\n  <\/div>\n<\/div>\n<h2>Wie man einen Lieferkettennachweis zertifiziert, bevor er in den digitalen Produktpass gelangt<\/h2>\n<p>Ein Lieferkettennachweis wird zertifiziert, indem er im Moment seiner Entstehung erfasst, mit einem Zeitstempel versehen und versiegelt wird, nicht nachtr\u00e4glich beim Hochladen in den Pass. <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/\">TrueScreen<\/a>, the Data Authenticity Platform, zertifiziert Fotos, Videos, Dokumente und Bildschirminhalte in dem Augenblick, in dem sie erfasst werden, und verbindet sie mit einem digitalen Siegel und einem Zeitstempel mit international anerkannter Rechtswirkung, bevor die Datei \u00fcberhaupt in ein Unternehmenssystem gelangt. Festgehalten werden dabei auch die Umst\u00e4nde der Erfassung selbst, also Ger\u00e4t, Zeitpunkt und Standort der Aufnahme sowie eine Pr\u00fcfsumme des Inhalts, an der jede sp\u00e4tere \u00c4nderung erkennbar wird. Eine Abgrenzung geh\u00f6rt dazu: TrueScreen ist keine DPP-Plattform und baut keinen Produktpass, denn Erstellung und Verwaltung des Passes \u00fcbernehmen andere Anbieter. TrueScreen setzt eine Stufe davor an und sorgt daf\u00fcr, dass die Nachweise, die in den Pass einflie\u00dfen, \u00fcberpr\u00fcfbar sind.<\/p>\n<p>Praktisch hei\u00dft das: Das Abnahmefoto entsteht direkt in zertifizierter Form, die \u00fcber ein Portal bereitgestellte Lieferantenerkl\u00e4rung wird als Screenshot mitsamt Adresse und Abrufzeitpunkt gesichert, der Pr\u00fcfbericht bei Eingang versiegelt. \u00dcber Schnittstellen gehen diese Nachweise anschlie\u00dfend an die Systeme, die den Produktpass bef\u00fcllen.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Ein Hersteller von Industriezellen muss im Batteriepass den Anteil an rezykliertem Kobalt und die Herkunftsanlage angeben. Die Information kommt von einem Lieferanten der zweiten Ebene, als PDF-Erkl\u00e4rung und mit einigen Fotos der Eingangscharge. Bei einer Markt\u00fcberwachungspr\u00fcfung belegen diese Dateien nichts, weil sie kein sicheres Datum tragen und beliebig ver\u00e4nderbar sind. Werden Chargenfotos und Portalansicht dagegen bei Wareneingang zertifiziert, verf\u00fcgt der Hersteller \u00fcber datierte und unver\u00e4nderte Nachweise f\u00fcr Audit, Beh\u00f6rde und Auseinandersetzungen \u00fcber Green Claims.<\/p>\n<section class=\"faq faq-truescreen\" aria-labelledby=\"faq-title\">\n<h2 id=\"faq-title\">H\u00e4ufige Fragen zum digitalen Produktpass<\/h2>\n<div class=\"faq-list\">\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Wer braucht einen digitalen Produktpass?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Einen digitalen Produktpass ben\u00f6tigt jeder Wirtschaftsakteur, der ein betroffenes physisches Produkt auf dem EU-Markt in Verkehr bringt, einschlie\u00dflich der Hersteller von Bauteilen und Zwischenprodukten. Nach der Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2026\/1778 muss dieser Akteur vor der Registrierung eines Passes im europ\u00e4ischen Register eine Identit\u00e4tspr\u00fcfung abschlie\u00dfen. Die Verantwortung f\u00fcr den Inhalt des Passes liegt bei ihm, auch wenn die Daten aus vorgelagerten Stufen der Lieferkette stammen.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Welche Produkte sind vom digitalen Produktpass betroffen?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Betroffen sind grunds\u00e4tzlich alle physischen Waren auf dem EU-Markt, die Reihenfolge ergibt sich aus den delegierten Rechtsakten. Der ESPR-Arbeitsplan 2025 bis 2030 der Europ\u00e4ischen Kommission nennt Eisen und Stahl, Aluminium, Textilien und Bekleidung, M\u00f6bel, Matratzen, Reifen sowie Elektronik als vorrangige Kategorien. Verbindlich terminiert ist bislang allein der Batteriepass: Er gilt ab dem 18. Februar 2027 nach Verordnung (EU) 2023\/1542.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Was muss im digitalen Produktpass stehen?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Der digitale Produktpass enth\u00e4lt eindeutige Produkt- und Betreiberkennungen, Angaben zum verantwortlichen Wirtschaftsakteur, Materialzusammensetzung und Herkunft, Hinweise auf besorgniserregende Stoffe, Reparierbarkeit und Ersatzteile, die Umweltleistung \u00fcber den Lebenszyklus sowie Angaben zu Wiederverwendung und Recycling. Welche Datenpunkte im Einzelfall Pflicht sind, legt der delegierte Rechtsakt der jeweiligen Produktgruppe fest, nicht die ESPR-Verordnung (EU) 2024\/1781 selbst.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Welche Nachweise aus der Lieferkette verlangt die ESPR-Verordnung?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Die ESPR-Verordnung schreibt vor, welche Daten zu ver\u00f6ffentlichen sind, und \u00fcberl\u00e4sst die Datenpunkte den delegierten Rechtsakten. Die zugrunde liegenden Belege entstehen in der Lieferkette: Produktionsfotos, Pr\u00fcfberichte, Materialanalysen und Lieferantenerkl\u00e4rungen. Eine ausdr\u00fcckliche Pflicht, deren Echtheit technisch zu belegen, enth\u00e4lt die Verordnung nicht. Die Beweislast tr\u00e4gt gleichwohl der Wirtschaftsakteur, der den Pass registriert, gegen\u00fcber Markt\u00fcberwachung und Zoll.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Wie weist man nach, dass Produktionsfotos und Pr\u00fcfberichte aus der Lieferkette echt sind?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">\n<p>Ein Nachweis gilt als \u00fcberpr\u00fcfbar, wenn Herkunft, Entstehungszeitpunkt und Integrit\u00e4t belegt sind. Erreicht wird das, indem die Datei im Moment der Erfassung gesichert, mit einem Zeitstempel aus unabh\u00e4ngiger Quelle versehen und versiegelt wird, wie es ISO\/IEC 27037 f\u00fcr die Sicherung digitaler Beweismittel beschreibt. Nachtr\u00e4gliche Erkl\u00e4rungen ersetzen das nicht: Sie belegen weder den Aufnahmeort noch die Unver\u00e4ndertheit der Datei.<\/p>\n<\/div>\n<\/details>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<div class=\"tsa-cta-card\">\n<div class=\"tsa-cta-copy\">\n<h2>Zertifizieren Sie Lieferkettennachweise, bevor sie in den Produktpass gelangen<\/h2>\n<p>Mit TrueScreen entstehen Produktionsfotos, Pr\u00fcfberichte und Lieferantenportal-Aufnahmen mit Zeitstempel und digitalem Siegel von anerkannter Rechtswirkung.<\/p>\n<p><a class=\"tsa-btn tsa-btn-primary\" href=\"https:\/\/portal.truescreen.io\/signin\/\">Jetzt starten<\/a><br \/>\n<a class=\"tsa-btn tsa-btn-secondary\" href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/kontakt\/\">Demo anfragen<\/a>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta-media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/truescreen.io\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Mobile-Header.png\" alt=\"TrueScreen\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"600\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"featured_media":58017,"template":"","class_list":["post-58018","artikel","type-artikel","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/58018","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/artikel"}],"about":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/artikel"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58018"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}