{"id":58036,"date":"2026-08-19T07:14:57","date_gmt":"2026-08-19T05:14:57","guid":{"rendered":"https:\/\/truescreen.io\/analysen\/gefaelschte-zeugnisse-erkennen\/"},"modified":"2026-08-25T05:50:11","modified_gmt":"2026-08-25T03:50:11","slug":"gefaelschte-zeugnisse-erkennen","status":"publish","type":"analysen","link":"https:\/\/truescreen.io\/de\/analysen\/gefaelschte-zeugnisse-erkennen\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4lschte Zeugnisse in der Personalauswahl: was Arbeitgeber belegen k\u00f6nnen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<div class=\"tsa-hero\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<h1>Gef\u00e4lschte Zeugnisse in der Personalauswahl: was Arbeitgeber belegen k\u00f6nnen m\u00fcssen<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-body\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<p class=\"ts-content-date\" style=\"font-size:14px;color:#52525b;margin:0 0 20px;\">Ver\u00f6ffentlicht am 19. August 2026<\/p>\n<p>Gef\u00e4lschte Zeugnisse lassen sich in einer digitalen Bewerbung nicht mehr am Dokument selbst erkennen, sondern nur noch im Abgleich mit der Stelle, die den Abschluss vergeben hat. Daraus entsteht ein zweites, meist \u00fcbersehenes Problem: Auch ein erfolgreicher Abgleich beantwortet nicht, welche Datei wann von wem eingegangen ist und welches Pr\u00fcfergebnis am Bildschirm tats\u00e4chlich stand. Wer Bewerber \u00fcberpr\u00fcft, braucht deshalb zwei Dinge: die Best\u00e4tigung, dass ein Abschluss existiert, und eine Dokumentation des eigenen Pr\u00fcfvorgangs.<\/p>\n<p>Zeugnisse, Gesellenbriefe und Weiterbildungsnachweise erreichen die Personalabteilung fast nur noch als PDF oder Foto, wandern ins Bewerbermanagement, sp\u00e4ter in die Personalakte und im Streitfall in einen arbeitsgerichtlichen Schriftsatz. Erst dort zeigt sich, ob ihr Weg rekonstruierbar ist.<\/p>\n<p><strong>Diese Analyse ist Teil unseres Leitfadens: <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/dokumentenfaelschung-ki-risiken-reale-faelle-schutz\/\">Dokumentenf\u00e4lschung mit k\u00fcnstlicher Intelligenz<\/a><\/strong><\/p>\n<h2>Warum sich ein digitales Zeugnis nicht mehr mit blo\u00dfem Auge pr\u00fcfen l\u00e4sst<\/h2>\n<p>Wer gef\u00e4lschte Zeugnisse erkennen will, sucht nach Merkmalen, die in einer Datei nicht mehr existieren: Die Sichtpr\u00fcfung ist damit wirkungslos geworden. Papierst\u00e4rke, Pr\u00e4gung und Druckraster fallen beim Versand als PDF oder Foto weg. \u00dcbrig bleibt ein Bild, dessen Briefkopf, Stempel und Unterschrift sich mit generativen Werkzeugen ohne Fachkenntnis nachbauen lassen.<\/p>\n<h3>Was eine F\u00e4lschung heute unkenntlich macht<\/h3>\n<p>Auff\u00e4llig wird eine F\u00e4lschung inzwischen fast nur noch durch Fl\u00fcchtigkeitsfehler des F\u00e4lschers. Das <a href=\"https:\/\/www.handwerksblatt.de\/betriebsfuehrung\/handwerkskammern-warnen-vor-falschen-meisterbriefen-aus-dem-internet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handwerksblatt<\/a> beschreibt einen Fall aus Gelsenkirchen, in dem ein 59-J\u00e4hriger einem Dachdeckerbetrieb einen im Internet f\u00fcr unter zehn Euro gekauften Meisterbrief vorlegte; aufgefallen war die F\u00e4lschung nur, weil der Nachname kleingeschrieben war. Vivien Gravenstein von der Handwerkskammer Dortmund beschreibt die Bandbreite im selben Beitrag von verbesserten Bescheinigungen \u00fcber nachgemachte Lehrgangszertifikate bis zu gef\u00e4lschten Gesellenbriefen.<\/p>\n<p>Solche Treffer sind allerdings Zufall und kein Pr\u00fcfverfahren. W\u00e4re dieselbe Vorlage sauber gesetzt gewesen, h\u00e4tte sie die Personalabteilung ohne Weiteres passiert.<\/p>\n<h3>Die Grenzen der nachgelagerten Pr\u00fcfung bei der ausstellenden Stelle<\/h3>\n<p>Der Abgleich mit der ausstellenden Kammer funktioniert zuverl\u00e4ssig, deckt aber nur einen Ausschnitt ab. Der <a href=\"https:\/\/www.ihk.de\/kassel-marburg\/hauptnavigation\/ausbildung-und-weiterbildung\/ausbildung\/ausbildung-abc\/zeugnis-check-ausbildungszeugnisse-online-ueberpruefen-5600658\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Zeugnis-Check<\/a> ist kostenlos, l\u00e4uft \u00fcber zeugnischeck.ihk.digital und erfasst alle Pr\u00fcfungen, die seit 2007 vor einer teilnehmenden IHK abgelegt wurden; einzugeben sind Name, Geburtsdatum, Pr\u00fcfungsdatum, Ausbildungsberuf und Noten. Die IHK Kassel-Marburg weist darauf hin, dass ein rotes Ergebnis nur fehlende exakte \u00dcbereinstimmung bedeutet und nicht automatisch eine F\u00e4lschung. Beim Zeugnischeck der Handwerkskammern gilt \u00c4hnliches: Die <a href=\"https:\/\/www.hwk-duesseldorf.de\/artikel\/meisterpruefungszeugnisse-auf-echtheit-pruefen-31,0,6061.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handwerkskammer D\u00fcsseldorf<\/a> erfasst Meisterpr\u00fcfungszeugnisse ab 2004.<\/p>\n<div style=\"overflow-x: auto; margin: 24px 0; border-radius: 8px; border: 1px solid #e8e6f0;\">\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; line-height: 1.5; min-width: 600px;\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Was der Kanal best\u00e4tigt<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">\u00dcber welchen Kanal<\/th>\n<th style=\"background-color: #1a1a2e; color: #ffffff; padding: 12px 16px; text-align: left; font-weight: 600; font-size: 13px; white-space: nowrap; border-bottom: 2px solid #7c6bc4;\">Was offen bleibt<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Ein Pr\u00fcfungsabschluss ist in der Kammerdatenbank hinterlegt<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">IHK Zeugnis-Check, Pr\u00fcfungen ab 2007<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Ob die erhaltene Datei mit dem hinterlegten Abschluss identisch ist<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f8f7fd;\">\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Ein Meisterpr\u00fcfungszeugnis wurde ausgestellt<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Zeugnischeck der Handwerkskammern, bei der HWK D\u00fcsseldorf ab 2004<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">\u00c4ltere Jahrg\u00e4nge, nicht teilnehmende Kammern<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Nichts<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Betriebliche Bescheinigungen, private Lehrg\u00e4nge, ausl\u00e4ndische Abschl\u00fcsse<\/td>\n<td style=\"padding: 12px 16px; border-bottom: 1px solid #e8e6f0; vertical-align: top; color: #333;\">Der gesamte Nachweis<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Der Zeugnis-Check von IHK und Handwerkskammern best\u00e4tigt also, dass ein Abschluss existiert. Ob das Dokument in Ihrem Posteingang dieser Abschluss ist, sagt er nicht, und einen Beleg \u00fcber die Abfrage hinterl\u00e4sst er ebenfalls nicht.<\/p>\n<div class=\"ts-feature-banner\" style=\"margin: 40px 0; padding: 0; background-color: #f8f7fd; border-radius: 12px; display: flex; overflow: hidden; border: 1px solid rgba(0,0,0,0.06);\">\n<div style=\"width: 160px; min-height: 140px; flex-shrink: 0; overflow: hidden;\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/truescreen.io\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Mobile-Header.png\" alt=\"TrueScreen\" style=\"width: 100%; height: 100%; object-fit: cover;\" \/>\n  <\/div>\n<div style=\"padding: 20px 24px; flex: 1; display: flex; flex-direction: column; justify-content: center;\">\n<p style=\"font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 12px; font-weight: 600; color: #7c6bc4; text-transform: uppercase; letter-spacing: 0.5px; margin: 0 0 6px 0;\">TrueScreen<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Raleway', sans-serif; font-size: 17px; font-weight: 700; color: #1a1a2e; margin: 0 0 6px 0; line-height: 1.3;\">TrueScreen, die Plattform f&uuml;r forensische Erfassung und Zertifizierung<\/p>\n<p style=\"font-family: 'DM Sans', sans-serif; font-size: 14px; color: #555; margin: 0 0 12px 0; line-height: 1.4;\">Erfassen und zertifizieren Sie digitale Inhalte rechtssicher, direkt an der Quelle.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/\" style=\"font-family: &#039;DM Sans&#039;, sans-serif; font-size: 14px; font-weight: 600; color: #007afe; text-decoration: none; display: inline-block;\">Mehr erfahren &#8594;<\/a>\n  <\/div>\n<\/div>\n<h2>Was ein Unternehmen beweisen k\u00f6nnen muss<\/h2>\n<p>Beweisen muss ein Unternehmen im Ernstfall den eigenen Sorgfaltsprozess, nicht die F\u00e4lschungsmerkmale des Dokuments. Vor dem Arbeitsgericht z\u00e4hlt selten, ob ein Zeugnis echt aussah. Gefragt wird, welche Unterlagen dem Unternehmen zu welchem Zeitpunkt vorlagen und worauf es seine Entscheidung gest\u00fctzt hat.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Herkunft:<\/strong> von welcher Person oder Adresse die Datei eingegangen ist und \u00fcber welchen Kanal.<\/li>\n<li><strong>Zeitpunkt:<\/strong> wann das Dokument eingegangen ist und wann die Pr\u00fcfung stattgefunden hat.<\/li>\n<li><strong>Integrit\u00e4t:<\/strong> dass die aufbewahrte Datei seit dem Eingang unver\u00e4ndert geblieben ist.<\/li>\n<li><strong>Pr\u00fcfvorgang:<\/strong> welche Seite aufgerufen wurde, welche Angaben eingegeben wurden und welches Ergebnis angezeigt wurde.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Der Beweiswert digitaler Reproduktionen<\/h3>\n<p>Ein PDF oder ein Foto eines Zeugnisses ist keine Urkunde im Sinne der Zivilprozessordnung, sondern ein Objekt der Augenscheinseinnahme: Nach \u00a7 371 Abs. 1 ZPO wird der Beweis bei elektronischen Dokumenten durch Vorlegung oder \u00dcbermittlung der Datei angetreten. Die Beweiskraft folgt damit keiner Formregel, sondern \u00a7 286 ZPO, wonach das Gericht nach freier \u00dcberzeugung entscheidet, ob eine Behauptung f\u00fcr wahr zu erachten ist; f\u00fcr elektronische Dokumente enth\u00e4lt \u00a7 371a ZPO eigene Regeln zur Beweiskraft. \u00a7 416 ZPO kn\u00fcpft die volle Beweiskraft von Privaturkunden an die Unterschrift des Ausstellers, \u00a7 415 ZPO behandelt \u00f6ffentliche Urkunden gesondert: Ein Kammerzeugnis und eine betriebliche Bescheinigung stehen also auch rechtlich nicht auf derselben Stufe. Den Rahmen f\u00fcr elektronische Vertrauensdienste setzt in Deutschland das Vertrauensdienstegesetz (VDG).<\/p>\n<p>Je weniger \u00fcber die Herkunft einer Datei bekannt ist, desto weniger tr\u00e4gt sie. Wie sich diese L\u00fccke schlie\u00dfen l\u00e4sst, behandeln unsere Beitr\u00e4ge dazu, wie Sie <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/digitale-beweise-vor-gericht-zulaessig-machen\/\">digitale Beweise vor Gericht zul\u00e4ssig machen<\/a> und wann ein <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/screenshot-beweismittel-gericht-rechtssicher\/\">Screenshot als Beweismittel vor Gericht<\/a> tr\u00e4gt.<\/p>\n<h3>Wenn die F\u00e4lschung erst nach der Einstellung auffliegt<\/h3>\n<p>Nach der Einstellung wird die Beweisfrage dringlich, weil das Arbeitsrecht mit kurzen Fristen arbeitet. Wer durch arglistige T\u00e4uschung zur Abgabe einer Willenserkl\u00e4rung bestimmt wurde, kann diese nach \u00a7 123 Abs. 1 BGB anfechten; f\u00fcr die au\u00dferordentliche K\u00fcndigung gilt \u00a7 626 BGB, dessen Absatz 2 sie auf zwei Wochen ab Kenntnis der ma\u00dfgebenden Tatsachen begrenzt. Strafrechtlich stellt \u00a7 267 StGB die Urkundenf\u00e4lschung unter Freiheitsstrafe bis zu f\u00fcnf Jahren oder Geldstrafe; \u00a7 263 StGB greift bei einem Verm\u00f6gensvorteil, \u00a7 132a StGB beim Missbrauch von Berufsbezeichnungen.<\/p>\n<p>Zwei Wochen sind wenig, wenn die Beweislage in dieser Zeit erst rekonstruiert werden muss. Wer die Bildschirmansicht des Kammerportals im Moment der Abfrage zertifiziert, hat den Beleg in der Akte, bevor die Frist zu laufen beginnt. Auf diesem Prinzip beruht die Erfassung digitaler Nachweise mit TrueScreen.<\/p>\n<h2>An der Quelle zertifizieren und die Erfassung zertifizieren<\/h2>\n<p>Das Problem hat zwei Seiten, die bisher getrennt behandelt wurden: Wer einen Nachweis ausstellt, kann ihn von Anfang an \u00fcberpr\u00fcfbar machen, und wer ihn erh\u00e4lt, kann Empfang und Pr\u00fcfung dokumentieren. Die Kammerabfrage wird dadurch nicht \u00fcberfl\u00fcssig; geschlossen wird die L\u00fccke, die sie offenl\u00e4sst.<\/p>\n<h3>Der Bildungstr\u00e4ger, der den Nachweis ausstellt<\/h3>\n<p>Mit TrueScreen kann die ausstellende Stelle einen Nachweis im Moment der Ausstellung zertifizieren und der Datei einen Zeitstempel sowie eine Pr\u00fcfsumme zuordnen, die jeder Empf\u00e4nger nachrechnen kann. TrueScreen bindet daf\u00fcr das elektronische Siegel und den Zeitstempel qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter \u00fcber eine Schnittstelle ein; worin sich <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/elektronisches-siegel-vs-digitale-signatur\/\">elektronisches Siegel und digitale Signatur<\/a> unterscheiden, erl\u00e4utern wir gesondert.<\/p>\n<p>Ein Bildungstr\u00e4ger, der j\u00e4hrlich mehrere tausend Sicherheitsunterweisungen ausstellt, bekommt laufend Anfragen von Unternehmen, die Jahre sp\u00e4ter einen Nachweis gegen\u00fcber einer Aufsicht brauchen. Zertifiziert er bei der Ausstellung, wandert die Pr\u00fcfung vom Sekretariat in das Dokument.<\/p>\n<h3>Das Unternehmen, das die Unterlagen erh\u00e4lt und aufbewahrt<\/h3>\n<p>Auf der Empf\u00e4ngerseite geht es um den Vorgang, nicht um das fremde Dokument. Wer ausw\u00e4hlt, kann mit TrueScreen die Erfassung der eingegangenen Unterlagen und der aufgerufenen Pr\u00fcfseite zertifizieren und damit zeigen, was zu welchem Zeitpunkt vorlag. In der Personalakte liegt dann eine nachvollziehbare <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/digitale-beweiskette-chain-of-custody-schutz-beweise\/\">digitale Beweiskette<\/a> vom Eingang bis zur Ablage und nicht blo\u00df eine Kopie.<\/p>\n<p>Im Streitfall macht das den Unterschied. Ein Unternehmen, das nur eine Datei im Bewerbersystem liegen hat, muss sich auf Erinnerungen und interne Vermerke st\u00fctzen, w\u00e4hrend ein zertifizierter Vorgang f\u00fcr sich spricht. Welche Rolle manipulierte Dokumente insgesamt spielen, ordnet unser Leitfaden zu <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/dokumentenfaelschung-ki-risiken-reale-faelle-schutz\/\">gef\u00e4lschten Dokumenten und KI-gest\u00fctzter Manipulation<\/a> ein.<\/p>\n<h2>Die Abfrage allein reicht nicht<\/h2>\n<p>Die Kammerabfrage bleibt der richtige erste Schritt. Sie beantwortet allerdings nur die Frage, ob ein Abschluss existiert, und l\u00e4sst offen, was Sie selbst erhalten und gepr\u00fcft haben. Wenn Sie wissen m\u00f6chten, wie sich Empfang und Pr\u00fcfergebnis in Ihrem Auswahlprozess beweissicher festhalten lassen, sprechen Sie mit dem Team von TrueScreen \u00fcber Ihren Ablauf.<\/p>\n<p>Dasselbe Problem stellt sich, sobald ein Dokument von einem Dritten kommt und sich nicht mit blo\u00dfem Auge pr\u00fcfen l\u00e4sst: Das gilt f\u00fcr Zeugnisse im Bewerbungsverfahren ebenso wie f\u00fcr <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/gefaelschte-buergschaftsurkunde-pruefen\/\">B\u00fcrgschaftsurkunden in Vergabeverfahren<\/a>.<\/p>\n<section class=\"faq faq-truescreen\" aria-labelledby=\"faq-title\">\n<h2 id=\"faq-title\">FAQ: gef\u00e4lschte Zeugnisse erkennen<\/h2>\n<div class=\"faq-list\">\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Kann der Arbeitgeber Zeugnisse \u00fcberpr\u00fcfen?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Ja. Arbeitgeber d\u00fcrfen vorgelegte Qualifikationsnachweise bei der ausstellenden Stelle abgleichen. F\u00fcr Pr\u00fcfungen vor einer teilnehmenden Industrie- und Handelskammer gibt es den kostenlosen IHK Zeugnis-Check unter zeugnischeck.ihk.digital, der Pr\u00fcfungen ab 2007 abdeckt, f\u00fcr Meisterpr\u00fcfungszeugnisse den Zeugnischeck der Handwerkskammern. Beide setzen voraus, dass die Kammer teilnimmt und der Jahrgang erfasst ist.<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Werden Abschlusszeugnisse gepr\u00fcft?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Nicht regelm\u00e4\u00dfig. Viele Unternehmen begn\u00fcgen sich mit der eingereichten PDF-Datei, weil es f\u00fcr Bescheinigungen von Arbeitgebern, f\u00fcr private Lehrg\u00e4nge und f\u00fcr im Ausland erworbene Abschl\u00fcsse ohnehin keinen zentralen Abgleich gibt. Gepr\u00fcft wird meist erst bei einem Verdacht oder wenn eine Aufsicht Nachweise verlangt, also zu einem Zeitpunkt, an dem bereits Fristen laufen.<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Ist es strafbar, ein Zeugnis zu f\u00e4lschen?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Ja, das ist eine Straftat. Wer zur T\u00e4uschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte verf\u00e4lscht oder eine solche gebraucht, wird nach \u00a7 267 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu f\u00fcnf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Kommt ein Verm\u00f6gensvorteil hinzu, etwa ein erschlichenes Gehalt, kann \u00a7 263 StGB hinzutreten; wer eine gesch\u00fctzte Berufsbezeichnung unbefugt f\u00fchrt, f\u00e4llt unter \u00a7 132a StGB.<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Was passiert, wenn man ein Zeugnis f\u00e4lscht?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Neben der Strafbarkeit drohen arbeitsrechtliche Folgen. Der Arbeitgeber kann den Arbeitsvertrag nach \u00a7 123 Abs. 1 BGB wegen arglistiger T\u00e4uschung anfechten und nach \u00a7 626 BGB au\u00dferordentlich k\u00fcndigen, wobei \u00a7 626 Abs. 2 BGB daf\u00fcr zwei Wochen ab Kenntnis der ma\u00dfgebenden Tatsachen einr\u00e4umt. Beides setzt voraus, dass sich die Tatsachen belegen lassen.<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Kann ich selbst die Echtheit eines IHK-Zeugnisses pr\u00fcfen?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Ja. Der IHK Zeugnis-Check ist kostenlos und online zug\u00e4nglich; einzugeben sind Name und Geburtsdatum des Pr\u00fcflings, Pr\u00fcfungsdatum, Ausbildungsberuf und Noten. Gr\u00fcn bedeutet, dass das Zeugnis mit diesen Angaben in der Datenbank gefunden wurde. Rot bedeutet laut IHK Kassel-Marburg nur, dass keine exakte \u00dcbereinstimmung vorliegt, und nicht automatisch eine F\u00e4lschung.<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Welchen Beweiswert hat ein Zeugnis, das als PDF oder Foto eingeht?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Ein digital \u00fcbermitteltes Zeugnis ist ein elektronisches Dokument: Der Beweis wird nach \u00a7 371 Abs. 1 ZPO durch Vorlegung oder \u00dcbermittlung der Datei angetreten, gew\u00fcrdigt wird nach \u00a7 286 ZPO frei. Ohne dokumentierte Herkunft tr\u00e4gt die Datei wenig. Bestreitet die Gegenseite, sie in dieser Form \u00fcbermittelt zu haben, muss das Unternehmen zeigen, was es wann erhalten hat.<\/div>\n<\/details>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<div class=\"tsa-cta-card\">\n<div class=\"tsa-cta-copy\">\n<h2>Belegen, was bei Ihnen eingegangen ist<\/h2>\n<p>Zertifizieren Sie die eingereichten Unterlagen und die aufgerufene Pr\u00fcfseite, mit einem Zeitbezug, der zeigt, was wann eingegangen ist.<\/p>\n<p><a class=\"tsa-btn tsa-btn-primary\" href=\"https:\/\/portal.truescreen.io\/signin\/\">Jetzt starten<\/a><br \/>\n<a class=\"tsa-btn tsa-btn-secondary\" href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/kontakt\/\">Demo anfragen<\/a>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta-media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/truescreen.io\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Mobile-Header.png\" alt=\"TrueScreen\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"600\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"featured_media":58039,"template":"","class_list":["post-58036","analysen","type-analysen","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/analysen\/58036","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/analysen"}],"about":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/analysen"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58039"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58036"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}