{"id":58031,"date":"2026-08-18T10:51:19","date_gmt":"2026-08-18T08:51:19","guid":{"rendered":"https:\/\/truescreen.io\/?post_type=analysen&#038;p=58031"},"modified":"2026-08-18T10:51:19","modified_gmt":"2026-08-18T08:51:19","slug":"wohnungsuebergabeprotokoll-zustand-dokumentieren","status":"publish","type":"analysen","link":"https:\/\/truescreen.io\/de\/analysen\/wohnungsuebergabeprotokoll-zustand-dokumentieren\/","title":{"rendered":"Wohnungs\u00fcbergabeprotokoll beim Auszug: den Zustand beweissicher dokumentieren"},"content":{"rendered":"<div class=\"tsa-hero\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<h1>Wohnungs\u00fcbergabeprotokoll beim Auszug: den Zustand beweissicher dokumentieren<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-body\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<p class=\"ts-content-date\" style=\"font-size:14px;color:#52525b;margin:0 0 20px;\">Ver\u00f6ffentlicht am 18. August 2026<\/p>\n<p>Der Tag des Auszugs verl\u00e4uft in den meisten Mietverh\u00e4ltnissen gleich: Vermieter und Mieter gehen durch die leere Wohnung, notieren Z\u00e4hlerst\u00e4nde, z\u00e4hlen die Schl\u00fcssel und unterschreiben ein Wohnungs\u00fcbergabeprotokoll. Nebenbei fotografiert jede Seite mit dem eigenen Smartphone, was ihr auff\u00e4llt.<\/p>\n<p>Wie d\u00fcnn diese Dokumentation ist, f\u00e4llt erst auf, wenn sechs Wochen sp\u00e4ter eine Abrechnung eintrifft und die Kaution nicht zur\u00fcckgezahlt wird. Dann liegen zwei Bildersammlungen auf zwei Ger\u00e4ten, ohne verl\u00e4ssliches Aufnahmedatum und ohne Nachweis, dass zwischen Aufnahme und Vorlage niemand etwas ver\u00e4ndert hat. Das Protokoll benennt M\u00e4ngel, aber der Zustand, den es beschreiben soll, h\u00e4ngt an diesen Bildern.<\/p>\n<p>Ein Wohnungs\u00fcbergabeprotokoll tr\u00e4gt deshalb nur so weit, wie seine Anlagen tragen. Wer den Zustand beim Auszug beweissicher dokumentieren m\u00f6chte, ist weniger auf die Zahl der Fotos angewiesen als darauf, dass sich ihr Zeitpunkt und ihre Unversehrtheit Monate sp\u00e4ter noch pr\u00fcfen lassen.<\/p>\n<h2>Was das Wohnungs\u00fcbergabeprotokoll ist und wann es erstellt wird<\/h2>\n<p>Das Wohnungs\u00fcbergabeprotokoll ist die schriftliche Feststellung, in welchem Zustand eine Mietwohnung den Besitzer wechselt. Erstellt wird es bei der Wohnungs\u00fcbergabe zum Auszug, wenn der Mieter die R\u00e4ume verl\u00e4sst und die Schl\u00fcssel zur\u00fcckgibt. Vorgeschrieben ist es nicht: <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bgb\/__546.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 546 Absatz 1 BGB<\/a> verpflichtet den Mieter allein dazu, die Mietsache nach Beendigung des Mietverh\u00e4ltnisses zur\u00fcckzugeben. Praktisch entscheidet es trotzdem \u00fcber den weiteren Verlauf, weil es der einzige gemeinsame Befund ist, auf den sich beide Seiten sp\u00e4ter berufen k\u00f6nnen. Hinein geh\u00f6ren die Vertragsparteien, die Anschrift, Datum und Uhrzeit, die Z\u00e4hlerst\u00e4nde, Anzahl und Art der Schl\u00fcssel, der Zustand jedes Raums sowie die Unterschriften. Vom Einzugsprotokoll unterscheidet es sich allein durch den Zeitpunkt: dieselben R\u00e4ume, dieselbe Systematik, einmal zu Beginn und einmal am Ende des Mietverh\u00e4ltnisses. Ein Abnahmeprotokoll der Wohnung, das diesen Namen verdient, enth\u00e4lt beides, die Beschreibung und die Belege dazu.<\/p>\n<h2>Warum ein unterschriebenes Protokoll nicht gen\u00fcgt, wenn die Fotos angreifbar sind<\/h2>\n<p>Die Unterschrift best\u00e4tigt, dass ein Termin stattgefunden hat und was dabei notiert wurde. Ob die beigef\u00fcgten Aufnahmen an diesem Tag und in dieser Wohnung entstanden sind, sagt sie nicht. Genau dort setzt die Gegenseite an, sobald es um Geld geht.<\/p>\n<h3>Was ein Foto belastbar macht, wenn die Gegenseite es bestreitet<\/h3>\n<p>Ein Digitalfoto beweist aus sich heraus wenig. Die EXIF-Metadaten, in denen Aufnahmedatum, Uhrzeit und Ger\u00e4t stehen, lassen sich mit frei verf\u00fcgbaren Programmen in Sekunden \u00e4ndern, ohne dass die \u00c4nderung sichtbare Spuren hinterl\u00e4sst. Ein nachtr\u00e4glich gesetztes Datum ist von einem echten nicht zu unterscheiden. F\u00fcr solche Dateien kennt das deutsche Zivilverfahren keine gesetzliche Beweisregel: Nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/zpo\/__286.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 286 ZPO<\/a> entscheidet das Gericht nach freier \u00dcberzeugung, ob es eine Behauptung f\u00fcr wahr h\u00e4lt, und es muss im Urteil die Gr\u00fcnde angeben, die diese \u00dcberzeugung getragen haben. Wertlos wird ein Foto dadurch nicht, aber sein Gewicht h\u00e4ngt daran, wie \u00fcberzeugend seine Herkunft ist. Wer Aufnahmezeitpunkt und Unversehrtheit der Datei nachpr\u00fcfbar macht, liefert dem Gericht das, was die freie Beweisw\u00fcrdigung braucht. Aus demselben Grund lohnt es sich, <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/fotos-mit-rechtswert-zertifizieren\/\">Fotos mit Rechtswert zu zertifizieren<\/a>, statt sie nur zu sammeln.<\/p>\n<h2>Wer die Sch\u00e4den beweisen muss<\/h2>\n<p>Verlangt der Vermieter nach dem Auszug Ersatz, muss er beweisen, dass ein Schaden vorliegt, welchen Umfang er hat und dass er nicht aus dem vertragsgem\u00e4\u00dfen Gebrauch stammt. <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bgb\/__538.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 538 BGB<\/a> zieht die Grenze in einem Satz: Ver\u00e4nderungen oder Verschlechterungen der Mietsache, die durch den vertragsgem\u00e4\u00dfen Gebrauch herbeigef\u00fchrt werden, hat der Mieter nicht zu vertreten.<\/p>\n<h3>Mietkaution: wann der Vermieter sie einbehalten darf<\/h3>\n<p>Die Mietkaution darf der Vermieter nur einbehalten, soweit ihm eine Forderung aus dem Mietverh\u00e4ltnis zusteht und er sie belegen kann. <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bgb\/__551.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 551 BGB<\/a> begrenzt die Sicherheit auf das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Miete ohne Betriebskosten und verlangt, dass die Summe getrennt vom Verm\u00f6gen des Vermieters angelegt wird. Eine Frist f\u00fcr die R\u00fcckzahlung der Mietkaution nennt die Vorschrift nicht. Die in Ratgebern verbreitete Angabe von drei bis sechs Monaten steht nicht im Gesetz, sie beschreibt die von der Rechtsprechung zugestandene angemessene \u00dcberlegungs- und Abrechnungsfrist. Die einzige gesetzliche Frist steht in <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bgb\/__548.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 548 Absatz 1 BGB<\/a>: Ersatzanspr\u00fcche des Vermieters wegen Ver\u00e4nderungen oder Verschlechterungen der Mietsache verj\u00e4hren in sechs Monaten, und sie beginnen in dem Zeitpunkt, in dem er die Mietsache zur\u00fcckerh\u00e4lt. Wann die Wohnung tats\u00e4chlich zur\u00fcckgegeben wurde, ist damit selbst eine beweisbed\u00fcrftige Tatsache.<\/p>\n<h3>Die Forderung, die Wochen nach der \u00dcbergabe kommt<\/h3>\n<p>Je sp\u00e4ter eine Forderung eintrifft, desto schwieriger wird ihre Zuordnung. Zwischen R\u00fcckgabe und Abrechnung wird die Wohnung besichtigt, gestrichen, mitunter schon wieder vermietet. Ein Wasserfleck, der in der vierten Woche auff\u00e4llt, kann aus der Mietzeit stammen oder aus den Tagen danach, und ansehen l\u00e4sst sich das der Wohnung kaum. Ablesen l\u00e4sst es sich nur am Befund des \u00dcbergabetags, denn der Protokolltext beschreibt den Zustand, w\u00e4hrend erst die Anlagen ihn datieren. Wo dabei die Grenze zwischen normaler Abnutzung der Mietwohnung und einem zu vertretenden Schaden verl\u00e4uft, zeigt sich an einzelnen Positionen.<\/p>\n<div style=\"overflow-x:auto;margin:28px 0;\">\n<table style=\"width:100%;border-collapse:collapse;font-size:15px;line-height:1.5;\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"background:#081122;color:#ffffff;padding:12px 14px;text-align:left;font-weight:600;border:1px solid #e2e8ee;\">Position<\/th>\n<th style=\"background:#081122;color:#ffffff;padding:12px 14px;text-align:left;font-weight:600;border:1px solid #e2e8ee;\">Vertragsgem\u00e4\u00dfe Abnutzung (\u00a7 538 BGB)<\/th>\n<th style=\"background:#081122;color:#ffffff;padding:12px 14px;text-align:left;font-weight:600;border:1px solid #e2e8ee;\">Vom Mieter zu vertretender Schaden<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr style=\"background:#ffffff;\">\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Wandfl\u00e4chen<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Vergilbte Farbe, einzelne D\u00fcbell\u00f6cher<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Gro\u00dffl\u00e4chige Bohrbilder, Sonderfarben<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background:#f7f9fd;\">\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Parkett und Laminat<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Matte Laufwege, feine Kratzspuren<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Tiefe Kratzer, Brand- oder Wasserflecken<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background:#ffffff;\">\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Bad und Fugen<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Verf\u00e4rbte Silikonfugen, matte Armaturen<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Abgeplatzte Emaille, Risse in Fliesen<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background:#f7f9fd;\">\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Fenster und T\u00fcren<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Abgenutzte Dichtungen<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Ausgerissene B\u00e4nder, Glasbruch<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background:#ffffff;\">\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Bodenbel\u00e4ge<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Abgetretener Teppich nach langer Mietzeit<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Flecken durch Haustiere, fehlende St\u00fccke<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background:#f7f9fd;\">\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Sauberkeit<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">\u00dcbliche Verschmutzung nach dem Ausr\u00e4umen<\/td>\n<td style=\"padding:12px 14px;border:1px solid #e2e8ee;color:#52525b;vertical-align:top;\">Nicht besenrein \u00fcbergeben, Sperrm\u00fcll<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Bei den Sch\u00f6nheitsreparaturen entscheidet nicht der Auszug, sondern der Einzug. Der Bundesgerichtshof hat am 18. M\u00e4rz 2015 entschieden, dass ihre formularm\u00e4\u00dfige \u00dcbertragung auf den Mieter unwirksam ist, wenn die Wohnung unrenoviert \u00fcbergeben wurde und der Vermieter keinen angemessenen Ausgleich gew\u00e4hrt (<a href=\"https:\/\/www.bundesgerichtshof.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2015\/2015039.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VIII ZR 185\/14<\/a>), und am 8. Juli 2020 daran festgehalten (<a href=\"https:\/\/www.bundesgerichtshof.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2020\/2020090.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VIII ZR 163\/18<\/a>). Ob die Klausel der Inhaltskontrolle nach \u00a7 307 BGB standh\u00e4lt, h\u00e4ngt am Zustand bei Vertragsbeginn.<\/p>\n<h2>Wie lassen sich dem Protokoll Fotos mit nachpr\u00fcfbarem Datum beif\u00fcgen?<\/h2>\n<p>Nachpr\u00fcfbar wird eine Aufnahme nur, wenn Zeitpunkt und Inhalt schon im Moment der Erfassung festgeschrieben werden und nicht nachtr\u00e4glich auf einer Datei, die l\u00e4ngst in einer Fotogalerie liegt. TrueScreen erfasst Fotos und Videos unmittelbar bei der Aufnahme und zertifiziert sie im selben Vorgang, sodass beide Seiten Datum und Unversehrtheit sp\u00e4ter pr\u00fcfen k\u00f6nnen. TrueScreen wendet eine forensische Methodik an: kontrollierte Erfassung an der Quelle, Pr\u00fcfung der Integrit\u00e4t, Zertifizierung mit offiziellem digitalem Siegel und Zeitstempel (international anerkannt und unbestreitbar) sowie sichere Aufbewahrung. Die zertifizierte Datei beh\u00e4lt den kryptografischen Hashwert und die Metadaten der Erfassung, einschlie\u00dflich der GPS-Position, sofern verf\u00fcgbar. Der Zeitstempel folgt dem Rahmen der <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32014R0910\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eIDAS-Verordnung (EU) Nr. 910\/2014<\/a>, die unionsweit f\u00fcr elektronische Zeitstempel und Siegel gilt.<\/p>\n<p>Die zum Zeitpunkt der Aufnahme erfasste Position wird, sofern verf\u00fcgbar, in die Metadaten aufgenommen und gemeinsam mit der Datei versiegelt, sodass sie von diesem Moment an nicht mehr ver\u00e4ndert werden kann. Die Erfassung l\u00e4uft \u00fcber die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/app\/\">Mobile App<\/a>; die Ablage h\u00e4lt die <a href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/artikel\/digitale-beweiskette-chain-of-custody-schutz-beweise\/\">digitale Beweiskette<\/a> l\u00fcckenlos.<\/p>\n<p>Eine Hausverwaltung mit vierzig Wohnungen arbeitet so: Beim Einzug zertifiziert die Mitarbeiterin f\u00fcnfundzwanzig Aufnahmen, Raum f\u00fcr Raum, dazu die Z\u00e4hlerst\u00e4nde; beim Auszug wiederholt sie dieselbe Reihenfolge. Bestreitet der Mieter den Abzug f\u00fcr das Parkett, gen\u00fcgt der Abgleich der beiden Serien. Ein Sachverst\u00e4ndigengutachten ersetzt das nicht, liefert aber einen belastbaren Beweis.<\/p>\n<h2>Einzug und Auszug: das Protokollpaar, das den Streit beendet<\/h2>\n<p>Ein einzelnes Protokoll beschreibt einen Zustand, erst zwei Protokolle beschreiben eine Ver\u00e4nderung, und gestritten wird \u00fcber Ver\u00e4nderungen. Der Abgleich von Einzugs- und Auszugsprotokoll macht aus zwei Behauptungen eine Differenz. Fehlt das Einzugsprotokoll, bleibt der Ausgangszustand offen, und mit ihm die Grundlage f\u00fcr den Streit \u00fcber Sch\u00f6nheitsreparaturen: Eine Wohnungs\u00fcbergabe ohne Protokoll ist vor allem f\u00fcr die Seite ung\u00fcnstig, die sp\u00e4ter etwas fordert.<\/p>\n<p>Besteht am \u00dcbergabetag Uneinigkeit, sollten Sie den strittigen Punkt als Vorbehalt in das Protokoll aufnehmen, bevor Sie unterschreiben; seine Einordnung bleibt damit offen. Vorsicht ist dagegen bei Formulierungen wie \u201edamit sind alle gegenseitigen Anspr\u00fcche aus dem Mietverh\u00e4ltnis erledigt\u201c geboten, denn eine Abgeltungsklausel wirkt in beide Richtungen und schneidet auch den eigenen Anspruch auf R\u00fcckzahlung der Mietkaution ab.<\/p>\n<section class=\"faq faq-truescreen\" aria-labelledby=\"faq-title\">\n<h2 id=\"faq-title\">H\u00e4ufige Fragen<\/h2>\n<div class=\"faq-list\">\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Was muss alles in einem Wohnungs\u00fcbergabeprotokoll stehen?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">In ein Wohnungs\u00fcbergabeprotokoll geh\u00f6ren die Namen der Vertragsparteien, die Anschrift der Wohnung, Datum und Uhrzeit der \u00dcbergabe, die Z\u00e4hlerst\u00e4nde f\u00fcr Strom, Gas, Wasser und Heizung sowie Anzahl und Art der zur\u00fcckgegebenen Schl\u00fcssel. Dazu kommt der Zustand jedes Raums, einzeln beschrieben und um die festgestellten M\u00e4ngel erg\u00e4nzt. Bleibt ein Punkt strittig, wird er als Vorbehalt aufgenommen, am Ende unterschreiben beide Seiten. Fotos geh\u00f6ren als Anlage dazu, weil eine Textbeschreibung den Zustand selten genau genug wiedergibt.<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Ist ein \u00dcbergabeprotokoll bei Auszug Pflicht?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Nein. Das BGB schreibt kein \u00dcbergabeprotokoll vor. \u00a7 546 Absatz 1 BGB verpflichtet den Mieter nur, die Mietsache nach Beendigung des Mietverh\u00e4ltnisses zur\u00fcckzugeben, und sagt nichts \u00fcber die Form der \u00dcbergabe. Beweisrechtlich ist das Protokoll trotzdem der wichtigste Teil des Termins, weil es der einzige von beiden Seiten best\u00e4tigte Befund \u00fcber den Zustand der Wohnung ist. Ohne Protokoll tr\u00e4gt das Risiko, wer sp\u00e4ter eine Forderung stellt und den Zustand belegen muss.<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Wie lange hat der Vermieter Zeit, die Kaution zur\u00fcckzuzahlen?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Das Gesetz nennt keine Frist f\u00fcr die R\u00fcckzahlung. \u00a7 551 BGB regelt H\u00f6he und Anlage der Mietkaution, nicht deren Abrechnung, und die vielfach genannte Spanne von drei bis sechs Monaten stammt aus der Rechtsprechung zur angemessenen \u00dcberlegungs- und Abrechnungsfrist, nicht aus dem BGB. Die gesetzliche Frist steht in \u00a7 548 Absatz 1 BGB: Ersatzanspr\u00fcche des Vermieters wegen Ver\u00e4nderungen oder Verschlechterungen der Mietsache verj\u00e4hren in sechs Monaten, gerechnet ab dem Zeitpunkt, in dem er die Mietsache zur\u00fcckerh\u00e4lt.<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Was kann alles von der Kaution abgezogen werden?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Abgezogen werden d\u00fcrfen offene Forderungen aus dem Mietverh\u00e4ltnis, etwa r\u00fcckst\u00e4ndige Miete, eine Betriebskostennachzahlung, Ersatz f\u00fcr Sch\u00e4den, die der Mieter zu vertreten hat, oder Sch\u00f6nheitsreparaturen, sofern die Klausel wirksam ist. Nicht abziehbar sind Ver\u00e4nderungen und Verschlechterungen aus vertragsgem\u00e4\u00dfem Gebrauch, denn daf\u00fcr haftet der Mieter nach \u00a7 538 BGB nicht. Jede Position muss belegt werden: Der Vermieter tr\u00e4gt f\u00fcr Schaden, Umfang und Ursache die Beweislast. Eine pauschale Behauptung, die Wohnung sei besch\u00e4digt zur\u00fcckgegeben worden, reicht nicht aus.<\/div>\n<\/details>\n<details class=\"faq-item\">\n<summary class=\"faq-question\"><span class=\"faq-question-text\">Welche M\u00e4ngel muss der Vermieter bei Auszug akzeptieren?<\/span><br \/>\n<span class=\"faq-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/summary>\n<div class=\"faq-answer\">Hinnehmen muss der Vermieter alles, was auf vertragsgem\u00e4\u00dfen Gebrauch zur\u00fcckgeht. \u00a7 538 BGB stellt klar, dass der Mieter Ver\u00e4nderungen oder Verschlechterungen der Mietsache nicht zu vertreten hat, die durch diesen Gebrauch entstehen. Dazu z\u00e4hlen vergilbte Wandfarbe, abgenutzte Dichtungen, matte Stellen im Bodenbelag entlang der Laufwege und einzelne D\u00fcbell\u00f6cher. Nicht hinnehmen muss er Sch\u00e4den aus unsachgem\u00e4\u00dfer Nutzung, etwa Brandflecken, Glasbruch oder tiefe Kratzer im Parkett. Entscheidend bleiben Mietdauer und dokumentierter Ausgangszustand.<\/div>\n<\/details>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta\">\n<div class=\"tsa-inner\">\n<div class=\"tsa-cta-card\">\n<div class=\"tsa-cta-copy\">\n<h2>Den Zustand dokumentieren<\/h2>\n<p>Ob ein Wohnungs\u00fcbergabeprotokoll tr\u00e4gt, entscheidet sich an seinen Anlagen und nicht an seiner L\u00e4nge. Soll der Zustand auch ein halbes Jahr sp\u00e4ter nachvollziehbar bleiben, erfassen Sie die Aufnahmen vor Ort mit TrueScreen und legen Sie sie dem Protokoll bei.<\/p>\n<p><a class=\"tsa-btn tsa-btn-primary\" href=\"https:\/\/portal.truescreen.io\/signin\/\">Jetzt starten<\/a><br \/>\n<a class=\"tsa-btn tsa-btn-secondary\" href=\"https:\/\/truescreen.io\/de\/kontakt\/\">Demo anfragen<\/a>\n<\/div>\n<div class=\"tsa-cta-media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/truescreen.io\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Mobile-Header.png\" alt=\"TrueScreen\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"600\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"featured_media":58034,"template":"","class_list":["post-58031","analysen","type-analysen","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/analysen\/58031","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/analysen"}],"about":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/analysen"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58034"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/truescreen.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58031"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}